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Marco der Pole
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nach Warschau
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Vernichtungslager Treblinka

 

Vernichtungslager der Nationalsozialisten, das in den Jahren 1942-1943 ca. 100 km nordöstlich von Warschau existierte. Hinsichtlich der Opferzahl (ca. 850 000 Personen) war das Lager Treblinka II das zweitgrößte Vernichtungslager im besetzten Europa während des Zweiten Weltkriegs nach Auschwitz-Birkenau. Opfer des Lagers waren überwiegend Juden aus dem Warschauer Ghetto (ca. 300 000 Personen).
Im Zuge der seit dem 22.07.1943 andauernden Liquidation des Warschauer Ghettos (sog. Großaktion) wurden für einen Zeitraum von 8 Wochen täglich Transporte mit je ca. 5000 zur direkten Vernichtung bestimmten Menschen nach Treblinka verschickt. Im Rahmen der sog. Aktion Reinhardt, d.h. der Vernichtung der Juden aus dem Generalgouvernement (d.h. den besetzten Gebieten in Zentralpolen) erreichten darüber hinaus Transporte aus Ghettos in Zentral- und Ostpolen Treblinka: Białystok, Grodno, Kielce, Radom, Częstochowa und viele kleinere Ortschaften. Auch Juden aus Deutschland, Österreich, Bulgarien, Griechenland, Jugoslawien, Tschechien, der Slowakei, Belgien und Frankreich wurden nach Treblinka deportiert.
Die Opfer wurden mit aus Abgasen stammendem Kohlenmonoxid in Gaskammern ermordet. Nach dem Häftlingsaufstand im August 1943 wurde mit der Auflösung des Vernichtungslagers Treblinka begonnen. Bereits im November 1943 existierte das Lager nicht mehr. Die Gaskammern waren zerstört, die übrig gebliebenen Baracken abgetragen und die Zäune entfernt worden. Das Lagergelände, auf dem die Asche von hunderttausenden von Opfern verstreut worden war, wurde anschließend von den Deutschen eingeebnet und mit Lupinen bepflanzt.
Heute erhebt sich auf dem ehemaligen Lagergelände ein imposantes, sehr beeindruckendes Denkmal aus 17 000 unbehauenen Felsbrocken, verteilt über das weitläufige Gelände. Zu besichtigen ist zudem ein kleiner Museumspavillon, indem sich Besucher über die Geschichte des Vernichtungslagers und die Aktion Reinhardt informieren können.

 

 

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