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Südpolen Pilgerreise. Pilgerfahrt nach Breslau, Tschenstochau, Krakau und Auschwitz

"Glaubenszeugnisse unserer Zeit"- eine Pilgerreise nach Breslau, Tschenstochau, Krakau und Auschwitz. Pilgerreise in Zusammenarbeit mit Zentum für Dialog und Gebet in Auschwitz

Empfehlung der Diözese Krakau:

"Die Initiative des Zentrums für Dialog und Gebet in Oświęcim, die zum Ziel hat, unseren Nachbarn die Tradition und die moderne katholische geistige Kultur in Polen nahezubringen, begrüße ich mit Freude. Ich bin überzeugt, daß das Programm „Glaubenszeugnisse unserer Zeit“ hilft, Stereotypen zu überwinden, mit denen die gegenseitige Sicht von Deutschen und Polen immer noch belastet ist, und gleichzeitig den Teilnehmenden die Chance bietet, den eigenen Glaubenshorizont zu erweitern und zu vertiefen. Im zusammenwachsenden Europa müssen besonders wir Christen viel tun, um uns besser kennenzulernen und gemeinsam aus der Kraft des Glaubens Zeugnis zu geben: von der Würde des Menschen und für eine Zivilisation der Liebe und des Friedens."

Mit den besten Segenswünschen 

+ Kazimierz Nycz, Weihbischof

Reiseroute:
Breslau/Wrocław - Kreisau/Krzyżowa - Auschwitz - Wadowice - Krakau/Kraków - Tschenstocha/Częstochowa

Reisebeschreibung:

Breslau/Wroclaw - die Hauptstadt Schlesiens, durch die Jahrhunderte von Einflüssen der polnischen, der tschechischen und der dominierenden deutschen Kultur geprägt. Bis 1939 Sitz einer der größten deutschen jüdischen Gemeinden. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als an die Stelle der vertriebenen Deutschen ebenfalls aus dem Osten vertriebene Polen einnahmen, wurde sie zum Symbol des dramatischen Scicksals entwurzelter Völker. Heute wird Wroclaw zur Brücke zwischen Deutschen und Polen, sich mutig zu seinem historischen Erbe bekennend. Die nach der kriegerischen Zerstörung wieder aufgebaute Altstadt gehört zu den schönsten in Polen.

Edith Stein (Schwester Benedikta vom Kreuz) - wurde in Breslau in einer jüdischen Familie geboren. Sie war eine sehr begabte Philosophin. Nach einer Zeit atheistischer Suche nach der Wahrheit findet sie zum Christentum und entdeckt dadurch auch die Bedeutung ihres jüdischen Volkes neu. Als Frau kann sie nicht habilitieren, als Jüdin später nicht mehr in der katholischen Lehrerbildung arbeiten. Sie tritt in Köln in den Karmel ein, wo sie als Schwester den Namen Teresa Benedikta vom Kreuz wählt. Unter dem Kreuz versteht sie das Schicksal ihres Volkes, das sie schießlich bis zur Ermordung in Auschwitz teilt. Die Breslauer Edith-Stein-Gesellschaft engagiert sich für christlich-jüdische und deutsch-polnische Versöhnung.

Kreisau/Krzyzowa - bis 1945 Besitz der Familie von Moltke. 1942-43 Treffpunkt der Widerstandsgruppe "Kreisauer Kreis", wo sich Menschen verschiedener politischer Ansichten und religiöser Bekenntnisse trafen. Das theoretische Denken dieser Gruppe war wesentlich vom Christentum bestimmt. Die Rolle der Kirche für den Sturz des nationalsozialistischen Regimes war eine der grundlegenden Überlegungen, ebenso wie der Gedanke, daß ein dauerhafter Friede in Europa nur durch eine enge Zusammenarbeit der europäischen Staaten zu erreichen sei. Wegen seiner symbolischen Bedeutung wurde Kreisau 1989 zum Ort der "Versöhnungsmesse", an der Kanzler Helmut Kohl und Premier Tadeusz Mazowiecki teilnahmen. Heute ist in Kreisau eine Internationale Jugendbegegnungsstätte sowie eine Gedenkstätte mit einer Ausstellung, die Widerstandsbewegungen gegen die Diktaturen des 20. Jh. gewidmet ist.

Auschwitz/Oswiecim - eine polnische Stadt, die mit dem deutschen Überfall auf Polen 1939 im Deutschen Reich lag und dann bis 1945 Auschwitz hieß. In ihr wurde ein Konzentrationslager eingerichtet, ursprünglich vor allem für polnische Widerstands- und Führungsschichten. Es wuchs zu einem riesigen Kombinat zur Ausbeutung und Vernichtung von Menschen, auch sowietischer Kriegsgefangener, sog. Zigeuner und vor allem von Juden aus ganz Europa. Über 1 Million Menschen wurden ermordet. "Auschwitz" ist heute das Symbol für die SHOAH, die Judenvernichtung während des II. Weltkrieges, hat aber auch eine große Bedeutung für Polen, Sinti und Roma, die Länder der ehemaligen Sowietunion und viele andere. Hier stellen sich fundamentale Fragen nach der Verantwortung des Menschen, nach der Treue Gottes, nach dem christlich-jüdischen Verhältnis. Die Stadt Oswiecim ist heute eine "Stadt des Friedens", das katholische Zentrum für Dialog und Gebet lädt zu Besinnung und Begegnung ein.

"Zentrum für Dialog und Gebet in Auschwitz" - eine Einrichtung der katholischen Kirche, die der Krakauer Erzbischof Kardinal Macharski mit. Unterstützung anderer Bischöfe aus ganz Europa in Absprache mit Vertretern jüdischer Organisationen errichtet hat. Anliegen des Zentrums ist es, für alle Menschen, die nach Auschwitz kommen und betroffen sind von dem, was dort geschehen ist, unabhängig von ihrer religiösen Orientierung einen Ort zu schaffen, der zu Begegnung, Gespräch, Lernen, Besinnung und Gebet einlädt.

Pater Maximilian Kolbe - polnischer Franziskanerpater, der nach dem Widererstehens des polnischen Staates (1918) sein Land durch ein großes katholisches Pressewerk geistlich unter der Führung Mariens erneuern wollte. Als die deutschen Machthaber alle unter der Führung Hitlers vereinen wollten, wurde er in das 1940 KL Auschwitz gebracht, wo er freiwillig sein Leben für einen anderen Häftling gab. 1971 wurde er selig-, 1982 heiliggesprochen. Mit ihm wird der Sieg der Liebe über eine Welt des Hasses verehrt. In fast jeder polnischen Kirche findet sich sein Bild.

Wadowice - hier wuchs Karol Wojtyla auf, der gegenwärtige Papst Johannes Paul II. In seinem Familienhaus ist heute eine biografisch Ausstellung, in der Pfarrkirche steht der Taufbrunnen, an dem der künftige Papst getauft wurde.
Weiterfahrt nach Krakau

Krakau - die alte Hauptstadt Polens, ihr geistiges und kulturelles Zentrum, wird allgemein für eine der schönsten Städte Europas gehalten. Sie wird auch "Stadt von Königen und Heiligen" genannt. Sitz der ältesten polnischen Universität. Eine Schatzkiste von Kunstwerken und Architekturdenkmälern. Zum kulturellen Erbe Krakaus gehört auch Kazimierz, der in Europa besterhaltenste ehemalige jüdische Stadtteil.

Tschenstochau/Czestochowa - der bekannteste Pilgerort Polens, jährlich von etwa 6 Millionen Menschen besucht, von denen viele tausend den Weg zum Kloster der Pauliner wie im Mittelalter zurücklegen, nämlich zu fuß. Fußwallfahrten als eine Art Wanderexerzitien, verbunden mit Gebet, Gemeinschaftserfahrung und Gott geopferter Anstrengung sind in Polen ungemein populär. Im Zentrum des Kultes steht die gnadenreiche altrussische Ikone der "Schwarzen Madonna", allgemein Muttergottes von Tschenstochau, Königin von Polen genannt.

Programm:

1. Tag Breslau
vormittags Ankunft in Breslau Hotelbezug und Mittagsessen.
nachmittags Stadtführung: "Unter polnischer, tschechischer, habsburgscher, preußischer und deutscher Herrschaft" (Marktplatz, Rathaus, Universität, Sandinsel, Dominsel)
abends Abendessen im Hotel
Zwei Übernachtungen in Breslau.

2. Tag Breslau - Kreisau

vormittags "Edith Stein - Schutzpatronin Europas" Zwischen Judentum und Christentum. Besuch der Edith Stein Gesellschaft im Geburtshaus von Edith Stein.
nachmittags Krzyzowa/Kreisau. Führung durch den ehemaligen Landsitz des Grafen von Moltke, Zentrum der Widerstandsgruppe "Kreisauer Kreis". "Christliche Tradition des Widerstandes" Besichtigung der Ausstellung und Seminararbeit in der Internationalen Jugenbegegnungsstätte.
abends
Abendessen und Übernachtung in Kreisau

3 und 4. Tag Auschwitz
Besinnungszeit "Mein Gott - warum hast Du mich verlassen?"
vormittags Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz. Hotelbezug im Zentrum für Dialog und Gebet
nachmittags Führung in der Gedenkstätte Auschwitz I - Stammlager und Auschwitz II - Birkenau. Stille, Impulse, Reflexion, Austausch, Gebet Themenangebote:
- "Schweigen und Gottesferne",
- "Christentum und Judentum nach Auschwitz",
- "Schuldbekenntnis und die Botschaft vom Kreuz",
- "Maximilian Kolbe und Edith Stein. Der Sieg der Liebe",
Kreuzwegmeditation in Birkenau. Hl. Messe im Karmel. - Nach Absprache).
2 Übernachtungen in Oswięcim

5. Tag Wadowice
vormittags "Der polnische Papst oder heilige Vater?" - Fahrt nach Krakau mit Zwischenstop in Wadowice - dem Geburtsort des Papstes Johannes Paul II. Thema: "Die Bedeutung des Papstes für das polnische Volk"
nachmittags "Kraft des Glaubens - warum kann man die Geschichte Polens in Kirchen lernen?" Besichtigung von drei Krakauer Kirchen, die gleichzeitig Symbole der polnischen Geschichte sind
(Marienkirche, Waweldom, Arche Herres).
abends Zeit zur freien Verfügung. Übernachtung in Krakau

6. Tag Krakau - Kazimierz
vormittags "Die Welt braucht die Barmherzigkeit" - Andacht in der Basilika der Barmherzigkeit Gottes
"Vom Paradisus Judeorum ... bis zum Abgrund" - Führung durch das eh. jüdische Stadtviertel
nachmittags Treffen mit Jugendlichen der Jugendseelsorge
abends Fortsetzung des Treffens. Gemeinsame Veranstaltung.

7. Tag Krakau -Tschenstochau
"Lebendige Frömmigkeit" - Fahrt nach Tschenstochau/Czestochowa. Besuch und Gottesdienst im Paulinerkloster - dem wichtigsten Wahlfahrtort der Polen mit der Gnadenikone der Schwarzen Madonna
abends Zeit zur freien Verfügung in Krakau

8. Tag Krakau
"Kirche im Alltag"

vormittags Arbeit in Gruppen.
Fakultativ:
- Besuch in der Kurie, Treffen mit einem Vertreter der krakauer Kirche, Gespräch über die Situation der Kirche in Polen,
- Besuch in der Redaktion der katholischen Zeitung "Droga" ("Der Weg"). Kennenlernen der Thematik der Zeitung,
- Besuch in der "Siemaszko - Stiftung", die mit der Jugendlichen aus patologischen Milieus arbeitet,
- Besuch in "Klika" - einer Initiative der Jugendseelsorge, die Integrationsarbeit mit den Behinderten macht
nachmittags Auswertungsgespräch. Zeit zur freien Verfügung

9. Tag
Heimfahrt

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