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Marco der Pole
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POLEN RUNDREISEN

POLEN RUNDREISEN

Studienreise nach Breslau, Schlesien und Riesengebirge

Klöster, Burgen, Schlösser, Parkanlagen und Gärten des preußischen Adels vor der Kulisse des Riesengebirges. Felslabyrinthe des Heuscheuergebirges. Eine sanfte Landschaft voller Felder am Fuße der Berge. Ein Gebiet, das manchmal auch als "Garten Europas" bezeichnet wird. Früher kamen die Kaiser hierher, um sich zu erholen; auf Wunsch der raffinierten Ästheten schufen die Gärtner hier eine vollkommene Landschaft. Wenn Schlesien der "Garten" ist, dann ist Breslau "die Blume Europas" - so titelt jedenfalls der Historiker Norman Davis.

Dieser Garten war der Handlungsort komplizierter menschlicher Schicksale; hier finden wir ein Palimpsest an Spuren unterschiedlicher Kulturen: Polen, Tschechen, Österreicher, Preußen, Deutsche und erneut Polen hinterließen hier ein Knäuel spannungsreicher Geschichte und Geschichten. Teils dramatisch gestaltete sich das Neben- und Miteinander von Polen und Deutschen, Katholiken und Protestanten, Gotik und Barock, Mystizismus der Schriftsteller des 17. Jahrhunderts und Pragmatismus der Breslauer Bürger und auch dem dekadenten Leben der Kurgäste der schlesischen Bäder und dem Elend der Bergmänner und Weber.
Die Zeit verging hier oft seicht fließend, eher gemächlich, Brüche jedoch brachten eine plötzliche historische Beschleunigung: die Reformation, der 30jährige Krieg, die Schlesischen Kriege und zuletzt der Zweite Weltkrieg - dessen Folgen das kulturelle Kontinuum des Landes gebrochen hat und dessen Epilog noch immer andauert.

 

Programm:

1. Tag Breslau
Während unseres heutigen Spaziergangs werden wir die historische Hauptstadt Schlesiens kennenlernen. Wir starten am Marktplatz - einem der größten mittelalterlichen Plätze Europas mit dem berühmten gotischen Rathaus, dessen Fassade eine historische astronomische Uhr schmückt. Marktplatz und Rathaus bilden zusammen mit über fünfzig prächtigen Giebelhäusern aus verschiedenen Zeiten ein ganz außergewöhnliches Architekturensemble.
Weiter geht es zum Salzmarkt und der bedeutenden St. Elisabeth-Kirche, danach zur Universität mit der berühmten Aula Leopoldina, einem barocken Empfangssaal. Die Seitenarme der Oder überquerend kommen wir zunächst zur Sandinsel und danach zur Dominsel, dem Sitz der breslauer Bischöfe und pittoreskes Ensemble sakraler Architektur mit der Breslauer Kathedrale, deren beide schlanke Türme bezeichnenderweise weit in den Himmel ragen.
Am Abend laden wir Sie in die erst kürzlich prachtvoll sanierte Oper - einem Werk Schinkels - zu einem musikalischen Schmankerl ein.

2. Tag Breslau
Der zweite Teil der Stadtführung führt uns zu den etwas vom Zentrum entfernten Plätzen dieser Stadt. Wir sehen uns die berühmte Jahrhunderthalle an - eine architektonische und technische Errungenschaft des 20. Jahrhunderts, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Danach besuchen wir den einzigen noch erhaltenen alten Friedhof - den jüdischen Friedhof, auf dem u.a. Ferdinand Lassalle, Mitbegründer der deutschen sozialdemokratischen Bewegung, bestattet ist. Wir sehen ebenfalls das Panorama von Raclawice - eine riesige Rundmalerei, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Lemberg nach Breslau gebracht wurde und heute zu den identitätsstiftenden Faktoren der neuen Einwohner Wrocławs zählt. Danach fahren wir durch die neuen Stadtbezirke und bekommen einen Eindruck vom alltäglichen Leben in Wrocław. Am Nachmittag hat jeder die Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Und am Abend treffen wir einen renommierten Historiker der Universität Breslau und sprechen mit ihm über das Thema "Vertreibung aus polnischer und deutscher Sicht". Vertreibung ist noch immer ein hochaktuelles Thema, in Polen möglicherweise noch mehr als in Deutschland. Wie gehen die Polen damit um? Wie sehen die Breslauer, zu großen Teilen selbst Vertriebene aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten in zweiter oder dritter Generation, das Problem der deutschen Vertriebenen? Konnten Sie sich hier in Breslau, nun Wrocław, überhaupt schon verwurzeln? Haben sie eine neue Heimat finden können? Und wie verbinden sie die polnische Kultur mit dem deutschen Erbe der Stadt? Schnell tun sich viele spannende Fragen für ein solches Gespräch auf.

3. Tag Muhrau, Schweidnitz, Kreisau
Wir verlassen Breslau und fahren Richtung Süden. In Morawa/Muhrau besuchen wir das Familiengut der Gräfin Melitta Sallai, die in ihre Heimat zurückgekehrt ist und die Stiftung Hl. Hedwig gegründet hat. Diese engagiert sich in sozialen Projekten für die Dorfbewohner und leistet deutsch-polnische Verständigungsarbeit.
Nach Kaffee und Kuchen bei der Gräfin Sallai fahren wir weiter nach Swidnica/Schweidnitz. In ihren Glanzzeiten konkurrierte Schweidnitz als ein Handelszentrum mit Breslau. Heute erinnern an die einstige Pracht noch die sanierten Bürgerhäuser am Marktplatz und die Stanislauskirche mit ihrem 103 Meter hohen Turm. Die wichtigste Sehenswürdigkeit dieser Stadt jedoch ist die Friedenskirche - eine von drei Kirchen, die die schlesischen Protestanten nach dem Westfälischen Frieden errichten durften.
Die Schweidnitzer Kirche ist mit ihren 3500 Sitzplätzen die größte Holzkirche Europas und verblüfft - neben einer eher bescheidenen Außenkonstruktion - mit ihrer prächtigen barocken Innenausstattung.
In Krzyżowa/Kreisau, nicht weit von Schweidnitz, befindet sich der Palast der Familie von Moltke - Treffpunkt des "Kreisauer Kreises" - einer Gruppe Oppositioneller gegen die Nazis. Heute spielt das Gut von Moltke eine herausragende Rolle in der polnisch-deutschen Zusammenarbeit, indem der Palast als Begegnungs- und Gedenkstätte dient. Wir besichtigen die Gedenkstätte und erfahren Interessantes zu aktuellen deutsch-polnischen Themen.
Unterkunft und Abendessen in Kreisau.

4. Tag Waldenburg, Heuscheuergebirge, Glatz
Über Jahrhunderte schufen die Weber und Bergleute den Wohlstand der Region Schlesien. Bis vor kurzem war Walbrzych/Waldenburg das Zentrum des schlesischen Bergbaus. Die von Schwerindustrie gezeichnete Stadt zeigt ein anderes, ein dunkles Antlitz Schlesiens, das geprägt ist von Arbeitslosigkeit und gesellschaftliche Problemen.
Unser Weg führt uns weiter durch Waldenburg ins pittoreske Heuscheuergebirge. Innerhalb von Millionen Jahren haben Wind und Wasser hier fantastische Formen in Sandfels gemeißelt. Wir wandern durch atemberaubende Felslabyrinthe und über skurril anmutende Steinelemente, die im Laufe der Zeit die Form von Pilzen und Keulen angenommen haben; dabei genießen wir ein unvergessliches Panorama. Am Fuße des Heuscheuergebirges liegt Wambierzyce/Albendorf - das "schlesische Jerusalem", dessen Zentrum die monumentale Barockbasilika Mariä Heimsuchung darstellt, die umgeben ist von über 130 Kapellen, die über den nahe gelegenen Hügel verstreut liegen.
Auf dem Rückweg besuchen wir noch Glatz/Klodzko - die Hauptstadt des Glatzer Landes - mit der mächtigen, herausragenden preußischen Festung.
Zweite Übernachtung in Krzyżowa/Kreisau.

5. Tag Fürstenstein, Grüssau, Hirschbergr Tal
Wir besichtigen das Schloß Ksišż/Fürstenstein, welches mit seinen 400 Gemächern die Residenz der Fürsten Hochberg-Pless war. Hier war auch die Fürstin Maria Teresa Oliwia Hochberg-Pless, die als "Daisy" bekannt war, zu Hause. Schlossbesichtigung und die tragische Geschichte dieser ungewöhnlichen Frau sind heute unsere ersten Programmpunkte.
Danach geht es weiter nach Krzeszów/Grüssau. Die riesige Anlage des Zisterzienserklosters ist wirklich ein Juwel der schlesischen Barockarchitektur. Eher bescheiden wirken da die von Gerhart Hauptmann beschriebenen Holzhäuser der schlesischen Weber in Chełmsko/Schömburg, unserem nächsten Ziel, die hier als "die sieben Apostel" bekannt sind.
Abends erreichen wir das Riesengebirge und unsere Unterkunft im Hirschberger Tal.

6. Tag Hirchberger Tal und Hirschberg
Das Hirschberger Tal nennt man auch "das Tal der Schlösser und Gärten". Auf engstem Raum stehen hier 22 Paläste und Schlösser, die von ehemals feinsten Parkanlagen umgeben sind. Berühmte Architekten wie zum Beispiel Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler waren hier tätig. Die Gartenanlage wurde nach dem Entwurf des genialen Landschaftsarchitekten Peter Josef Lenne errichtet. Friedrich Wilhelm III ließ hier seine Sommerresidenz bauen, ihm folgten mehrere Vertreter des preußischen Adels.
Unser Ausflug heute führt uns also durch die "Idealen Landschaften" des Hirschberger Tals; am Ende unserer Rundfahrt erholen wir uns auf dem wunderschön sanierten Marktplatz von Jelenia Góra/Hirschberg.

7. Tag Agnetendorf, Kynast, Krummhübel, Schneekope
In Jagniatkowo/Agnetendorf, einem Gebirgstal mit herrlicher Aussicht auf den Hauptkamm des Riesengebirges, befindet sich die "Villa Wiesenstein", das frühere Haus von Gerhart Hauptmann, heute ein ihm gewidmetes Museum, welches wir uns zunächst ansehen. Danach fahren wir zur Burg Chojnik/Kynast bzw. wandern - wenn wir ein wenig Bergluft schnuppern möchten. Die von Legenden umwobene Burg steht auf einem 150 Meter hohen Abbruch und bietet einen grandiosen Blick auf das Hirschberger Tal.
Den Nachmittag verbringen wir in Karpacz/Krummhübel, wo wir die Stabkirche Wang besichtigen und mit dem Sessellift auf die Mała Kopa fahren, wo wir zu einer Gebirgshütte wandern.

8. Tag Görlitz
Wir nehmen Abschied vom Riesengebirge und fahren weiter nach Görlitz - eine der wertvollsten städtischen Anlagen Deutschlands. Mit über 4.000 unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden ist Görlitz nach zahllosen Sanierungsarbeiten wieder zu einer schlesischen Perle geworden. Stadtbesichtung und Zusammenfassung der Reise im Schlesischen Museum sind obligatorische Punkte einer Reise durch Schlesien und runden das Programm sorgfältig ab.
Je nach weiteren Plänen der Reisenden Unterkunft in Görlitz oder Heimreise.

Preis auf Anfrage. Fragen aber kostet nichts!  Lassen Sie sich von uns schnell, kostenlos und unverbindlich Ihr individuelles Angebot für die Studienreise nach Breslau, Schlesien und Riesengebirge erstellen. 

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