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TSCHENSTOCHAU UND SCHWARZE MADONNA

 

Das Paulinerkloster mit Schwarzen Madonna aus Tschenstochau - "der Königin Polens"


Vier bis fünf Millionen Pilger besuchen jährlich den heiligsten Ort der polnischen Katholiken, das Paulinerkloster in Tschenstochau. Seit Jahrhunderten kommen im August mehrere Hunderttausende zu Fuss an diesen Ort, um das gnadenspendende Bild der "Schwarzen Madonna", der Königin Polens, zu sehen. Manche Pilgergruppen wandern aus entfernten Regionen bis zu zwei Wochen lang, um das Kloster bis zum 15. August, an Maria Himmelfahrt zu erreichen. An diesem Tag erlebt die polnische Marienfrömmigkeit ihren Höhepunkt. Nach einer Legende soll die Ikone der Evangelist Lukas selbst gemalt haben, und das Holzbrett vom Arbeitstisch der heiligen Familie aus Nazareth stammen. Höchstwahrscheinlich stammt die Madonna jedoch aus dem 9. Jhr. und gelangte aus Byzanz über Ruthenien nach Polen, wo sie Fürst Wladyslaw von Oppeln im Jahre 1384 den Paulinern geschenkt haben soll. Die Ikone bekam schnell den Ruf, Wundertaten vollbringen zu können. Das Kloster in Tschenstochau ist bereits ab dem 15. Jhr. das bedeutendste Mariensanktuarium Polens. Doch erst die Verteidigung des Klosters vor den schwedischen Truppen im Jahre 1655 diente als endgültiger Beweis für die besondere Stärke der Schwarzen Madonna. Sechs Wochen lang verteidigten 250 Mönche das Kloster erfolgreich gegen 4000 schwedische Soldaten. Über das Wunder von Tschenstochau wurde schon bald in dem ganzen von Schweden besetzten Land gesprochen. In nur kurzer Zeit sind die Schweden an allen Fronten geschlagen worden. Das war der Anfang des besonderen Marienkults der Polen, der bis heute in unzähligen Sanktuarien lebendig ist. Im Jahre 1717 wurde die Maria von Tschenstochau zur Königin von Polen erklärt, und der Kult um sie entwickelte sich in der Zeit der Teilungen zu einem wichtigen Element bei der Bewahrung der polnischen Identität. "In Tschenstochau schlägt das unsterbliche Herz der Polen", schrieb damals Henryk Sienkiewicz, der erste polnische Literatur Nobelpreisträger. Die Wahl Karol Wojtylas zum derzeitigen Papst wurde von den polnischen Bischöfen als ein Werk der Allerheiligsten Mutter interpretiert. Der Papst selbst fährt bei jedem Polenbesuch nach Tschenstochau. Eine Kopie der Madonna begleitete im Jahr 1980 die streikenden Arbeiter in Danzig. Der damalige Streik- und Solidarnoscanführer, Lech Walesa, stiftete seine Friedens Nobelpreisurkunde der Allerheiligsten Mutter. Die nach 1989 wiedererlangte Freiheit wird als ein weiteres Wunder der Maria angesehen. Das Hauptgebäude des Klosterkomplexes ist die barocke Basilika. Der Eingang zur Kapelle der Mutter Gottes befindet sich im linken Seitenschiff. Interessant sind das Klostermuseum und die Schatzkammer, in der man viele alte Bilder, kostbare Bekleidungen und Gaben verschiedener prominenter Besucher bewundern kann. Leider macht das in dem dort üblichen Gedränge nicht viel Spass. Das Besteigen des 100 Meter hohen Turms der Basilika erscheint durchaus attraktiver.

Eine Führung auf deutsch ist möglich, die von den Paulinern selbst gemacht wird. Wenn sie gut gelaunt sind, kann es sehr witzig werden. Führungen sollte man vorbestellen. Das Informationsbüro für Touristen befindet sich in dem Gebäude links vom Eingang zur Basilika. (Tel: 034 653888) Infobroschüren in deutscher Sprache sind allgemein zugänglich. Die Anfahrt aus Krakau dauert mit Bus oder Bahn ca. 2-3 Stunden. Bahnhof und ZOB liegen südlich von der sogenannten Allee der Allerheiligsten Jungfrau Maria, der Hauptstraße der Stadt. Dieser Straße folgend gelangt man in 20 Minuten zum Kloster, welches täglich von 6.00 bis 21.00 Uhr geöffnet ist. (Schatzkammer: 9.00 bis 16.30 Uhr, Klostermuseum: 11.00 bis 16.30 Uhr, Turm: 8.00 bis 11.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr)
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Die wichtigsten Marienfeste:

3. Mai - Maria, Königin Polens,
16. Juli - Skapuliermarienfest,
15. August - Maria Himmelfahrt,
26. August - Muttergottes von Tschenstochau,
8. September - Geburt Marias,
12. September - Namen Marias.

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