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JÜDISCHES ERBE IN POLEN

JÜDISCHES ERBE IN POLEN

Jüdische Geschichte und Kultur in Polen.
Jüdische Kulturreise: Warschau - Lodsch - Lublin - Zamosc - Krakau 

Jahrhundertelang war Polen das größte Zentrum der jüdischen Diaspora auf der ganzen Welt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts lebten hier fast 80% aller Anhänger des Judaismus. Noch vor dem Jahre 1939 lebten in Polen fast 3,5 Mio. Juden, die damit mehr als 10% der Bevölkerung des Landes stellten. Der Zweite Weltkrieg bedeutete die Vernichtung der jüdischen Gemeinde sowie auch ihrer unwiederbringbaren Kultur. Bis zum heutigen Tage sind nur eine kleine Gemeinschaft und zahlreiche Spuren jüdischer Anwesenheit in Polen übriggeblieben: Friedhöfe, ohele von Wunderrabbis, leere Synagogen, von der Bebauung früherer Schtetl und Arbeiterviertel sind nur noch Ruinen übrig, andererseits findet man auch sorgfältig restaurierte Palais des jüdischen Bürgertums. Außerdem gibt es noch ein paar letzte Zeitzeugen, die sich an die Zeit vor der Vernichtung erinnern können. Die Reise ist ein Versuch, die vergangenen, verschiedenen Welten zu rekonstruieren: ihre Kultur, ihre Bräuche und ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Verankerung. Unsere literarischen Führer werden Schriftsteller wie Isaac Bashevis Singer, Icchak Lejbus Perec und Szymon An-ski sein. Auf unserem Weg befindet sich Łódz - das polnische "Gelobte Land", Warschau - die größte Gemeinde Europas vor dem Krieg, Lublin - das "jüdische Oxford" Zamosc - die Stadt von Icchak Lejbus Perec - dem Vater der jiddischen Literatur und von Rosa Luxemburg, Krakau mit Kazimierz - dem am besten erhaltenen ehemaligen jüdischen Stadtviertel in Europa sowie zahlreiche Schtetl - Städtchen, deren Bewohner einst mehrheitlich Juden waren. 

Im Verlauf unserer Reise werden wir auch Orte, die zum Symbol für den Holocaust geworden sind - wie das Gebiet des ehemaligen Warschauer Ghettos und die ehemaligen Vernichtungslager in Bełżec, Majdanek und Auschwitz, besuchen. Wir lernen die Etappen und die Logik der Vernichtung kennen, aber auch die Geschichte des jüdischen Widerstandes.

Programm:

1. Tag
Warschau - die größte jüdische Gemeinde im Vorkriegseuropa
vormittags Ankunft in Warschau, Hotelbezug.
nachmittags Besuch des jüdischen Friedhofs - die wertvollste Sehenswürdigkeit der jüdischen Kultur in Warschau. Danach Besuch der Nożyk-Synagoge und Treffen mit einem Vertreter der jüdischen Gemeinde zum Thema "Aktuelle Situation der jüdischen Gemeinschaft in Polen".
abends Vorstellung im Jüdischen Theater.
Erste Übernachtung in Warschau.

2. Tag
Vernichtung und Widerstand
vormittags Besuch der den Warschauer Juden gewidmeten Ausstellung im Jüdischen Historischen Institut, Besuch des Geländes des eh. Ghettos, u.a. der Ort des Gedenkens an das "Pawiak"-Gefängnis, das Denkmal der Helden des Ghettos, der Bunker in der Miła Strasse 18, der Umschlagplatz.
nachmittags Besuch im Waisenhaus, das vor dem Krieg von Janusz Korczak (Henryk Goldszmit) geleitet wurde - Besichtigung der ihm gewidmeten Ausstellung.
abends Zeit zur eigenen Verfügung.
alternativ Filmvorführung "Der Pianist" von Roman Polański
Zweite Übernachtung in Warschau.

3. Tag
Lodsch - das polnische "Gelobte Land"
Ganztägiger Ausflug nach Lodsch - dem polnischen Manchester - der Stadt der Polen, Juden, Deutschen und Russen, die Mitte des 19. Jahrhunderts während der Welle der Industriealisierung entstand. Vor dem 2. Weltkrieg mit 240 000 Mitgliedern zweitgrößte jüdische Gemeinde Europas. Besichtigung der jüdischenFabrikantenpaläste, der Armenviertel, das Gelände des eh. Ghettos und des größten jüdischen Friedhofs in Europa.
abends Rückkehr nach Warschau.
Dritte Übernachtung in Warschau.

4. Tag
Lublin - das jüdische Oxford
vormittags Abfahrt in Richtung Lublin. Unterwegs Halt in Kazimierz Dolny - einem malerischen, früheren Schtetl an der Weichsel. Ankunft in Lublin. "Lublin - Stadt im Grenzraum der Kulturen" - Besichtigung der Stadt, u.a.: Lubliner jesziwa (die einzige höhere jüdische Schule Polens vor dem 2. Weltkrieg), Alter Jüdischer Friedhof, die Altstadtgäßchen, Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit, Ausstellung über die multikulturelle Vergangenheit der Stadt im Theater NN.
nachmittags Fahrt nach Majdanek, einen Stadtteil Lublins. Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers - dem administrativen Zentrum der Judenvernichtung in Polen (Aktion Reinhardt).
Fahrt nach Zamosc.
abends Ankunft in Zamosc. Hotelbezug. Abendessen.

5. Tag
Durch's Schtetl
vormittags Besichtigung von Zamosc, auch "Padua des Nordens" genannt, einer Stadt im Stile der Renaissance, eingetragen auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO - Stadtbesichtigung (u.a. der Renaissancesynagoge). Fahrt nach Łańcut über:
Szczebrzeszyn - barocke Synagoge und einer der ältesten erhaltenen jüdischen Friedhöfe in Polen.
Biłgoraj - Stadt der Jugend von I. B. Singer - dem bekanntesten Schriftsteller in jiddischer Sprache.
Tarnogród - eine alte Synagoge.
Leżajsk - Ohel des Elimelech - des großen orthodoxen berühmten Wunderrabis des 18. Jh.
nachmittags Ankunft in Łańcut. Besuch der herrlichen Residenz der Magnatenfamilie Potocki sowie einer der am schönsten erhaltenen, kleinstädtischen Synagogen.
Weiterfahrt nach Krakau.
abends Ankunft in Krakau. Hotelbezug.
Erste Übernachtung in Krakau.

6. Tag
Zwischen Nürnberg, Rom und Wien - neben das erzpolnische Krakau
vormittags Besichtigung der Altstadt Krakaus - der ehemaligen Hauptstadt Polens, u.a. Hauptmarkt,Universität, mittelalterliche Gässchen, Marienkirche, Wawelkathedrale.
nachmittags Zeit zur individuellen Verfügung.
abends Treffen mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Institutes für Geschichte und Kultur der Juden in Polen. Gespräch über aktuelle und historische Fragen der polnisch-jüdischen Beziehungen. Eine Fragen- und Antwortenrunde.
Zweite Übernachtung in Krakau.

7. Tag
Was wurde aus dem "Paradisus judeorum" gelassen?
vormittags - Besichtigung von Kazimierz - des am besten erhaltenen jüdischen Viertels in Europa - mit zahlreichen Synagogen, ehemaligen Kultstätten, dem einzigartigen Rhemu Friedhof sowie dem Gelände des ehemaligen Ghettos in der Stadtteil Podgorze - bekannt durch den berühmten Film "Schindlers Liste".
nachmittags Zeit zur freien Verfügung.
abends Abendessen und Klezmermusikabend in einem der Restaurants in Kazimierz.
Dritte Übernachtung in Krakau.

8. Tag
Topographie und Logik der Vernichtung
vormittags Abfahrt nach Oswięcim/Auschwitz. Besuch des Geländes des ehemaligen VernichtungslagersAuschwitz-Birkenau.
nachmittags Rückkehr nach Krakau
abends Zeit zur eigenen Verfügung in Krakau.
Vierte Übernachtung in Krakau.

9. Tag
Heimfahrt

Preis auf Anfrage. Fragen aber kostet nichts!  Lassen Sie sich von uns schnell, kostenlos und unverbindlich Ihr individuelles Angebot für die jüdische Reise erstellen. 

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