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 "Glaubenszeugnisse unserer Zeit " - Pilgerreise nach Danzig und Warschau mit Posen - Gnesen - Licheń und Niepokalanów

Reiseroute:

Posen, Gnesen, Lichen, Warschau, Thorn, Danzig, Marienburg

Reisebeschreibung:

Posen/Poznan - die größte Stadt Nordostpolens. Ein Zentrum, um das sich vor 1000 Jahren der polnische Staat geformt hat. Posen ist seit Jahrhunderten eine Stadt des deutsch-polnischen Grenzgebietes. Hier ist auch ein bekanntes Zentrum der Studentenseelsorge, das an dem Dominikanerkloster tätig und durch den charismatischen Initiator vieler Seelsorgeaktionen, Pater Jan Góra, bekannt ist.

Gnesen/Gniezno - die erste historische Hauptstadt Polens. In der hiesigen Kathedrale wurde der hl. Adalbert begraben, ein Absolvent einer Magdeburger Schule, Bischof von Prag, Apostel Ungarns und Polens, Märtyrer, ermordet 997 während seiner apostolischen Mission in Preußen. Er ist ein Symbol für die geistige Einheit des sich damals bildenden Europas. Bei den Reliquien des hl. Adalberts trafen sich im Jahre 1000 der Kaiser Otto III und der polnische Herrscher Boleslaus der Tapfere. Damals wurde die erste polnische Metropole proklamiert. Das Treffen trug Früchte - die polnische Eigenstaatlichkeit wurde durch das Kaiserreich anerkannt und gab damit die Hoffnung auf friedliche und gleichberechtigte Beziehungen zwischen dem Deutschtum und Slawentum.

Lichen - nach Tschenstochau der bedeutendste Wallfahrtsort in Polen. Hunderttausende von Pilgern beten jedes Jahr vor dem Gnadenbild der Muttergottes von Lichen. Viele von ihnen kommen zu Fuß. Fußwallfahrten als eine Art Wanderexerzitien, verbunden mit Gebet, Gemeinschaftserfahrung und Gott geopferter Anstrengung sind in Polen ungemein populär. Die Frömmigkeit des Volkes drückt sich in Lichen in einer außergewöhnlichen Großzügigkeit aus. Aus den Geldopfern der Gläubigen wird dort zur Zeit eine riesige Basilika gebaut, eine der größten Kirchen Europas.

Warschau/Warszawa
- die Hauptstadt Polens mit ca. 1,8 Mio. Einwohner. Eine Stadt, die während des 2. Weltkriegs beinahe vollständig zerstört und nach dem Krieg mit einer großen Selbstaufopferung wiederaufgebaut wurde. Mit der Kriegsgeschichte Warschaus hängt unmittelbar die Geschichte des Judentums zusammen. Die Deutschen haben in Warschau das größte Ghetto im besetzten Europa errichtet, dessen Vernichtung und Kampf bis heute im Bewusstsein der Stadt lebendig sind. Die damaligen Geschehnisse sind heute immer noch präsent als Thema einer dauerhaften Diskussion darüber, was die Polen-Christen hätten tun können, und was sie nicht getan haben, um die jüdischen Mitbürger zu retten.

Jerzy Popieluszko - ein Priester in der St.-Stanislaw-Kostka-Gemeinde. Während der kommunistischen Diktatur in den achtziger Jahren ist die Gemeinde zum Zentrum des geistigen Widerstands der Einwohner Warschaus geworden. Priester Popieluszko war ein unerschrockener Verkünder evangelischer Hoffnung und des christlichen Wertesystems. Er wurde durch den Sicherheitsdienst im Jahre 1984 ermordet. Seit dieser Zeit ist er von einem spontanen Kult umgeben. Im Jahre 2010 wurde er selig gesprochen.

Danzig/Gdansk - im 10. Jahrhundert gegründet, ist Danzig heute eine große Hafenstadt an der Ostsee und kulturelles Zentrum Nordpolens. In seiner langen und stürmischen Geschichte stand Danzig über 150 Jahre lang unter der Herrschaft des Kreuzritterordens, erlebte seine goldenen Jahre unter dem Zepter polnischer Könige, war Monopolist im Holz- und Getreidehandel sowie wichtiges Mitglied der Hanse. Danzig ist eine der attraktivsten Städte Polens. Sowohl die Lage als auch seine Geschichte und die Vielzahl von Baudenkmälern ziehen jährlich Tausende von Besuchern an. Die Danziger Altstadt mit der Marienkirche - der größten gotischen Backsteinkirche der Welt - diente aufgrund ihrer einzigartigen Schönheit in mehreren Filmen als historische Kulisse (z.B. "Die Buddenbrooks" oder "Blechtrommel").
Solidarität/Solidarnosc - im Jahre 1980 begannen in Danzig die Arbeiterproteste. Die wichtigste Forderung der Arbeiter war die Legalisierung der von der regierenden kommunistischen Partei unabhängigen Gewerkschaft mit dem Namen "Solidarnosc". Die Proteste trugen zur Entstehung einer Massenbewegung bei, die den sogenannten ?realen Sozialismus? ablehnte und auf die Erneuerung des sozialen Lebens gerichtet war. In kurzer Zeit zählte die Gewerkschaft "Solidarnosc" 10 Mio. Mitglieder. Und obwohl sie mit solchen direkten Forderungen nicht auftrat, strebte die Gewerkschaft in Wirklichkeit den Sturz des kommunistischen Systems an. Die kommunistische Partei, gefährdet in ihrer Macht, wurde 1981 gezwungen, in Polen den Kriegszustand zu verhängen und ein Diktaturregime einzuführen. "Solidarnosc" führte während dieser Zeit die Arbeit im Untergrund fort und 1989 führte diese Situation zu Verhandlungen am Runden Tisch, die einen friedlichen Wechsel des politischen Systems in Polen, und dann in ganz Osteuropa ermöglichten. Die von den Danziger Werftarbeitern begonnene Arbeiterrevolution wurde unter dem Kreuzzeichen und unter dem Zeichen der katholischen Soziallehre durchgeführt, was die westeuropäischen Analytiker ins Staunen versetzte.

Pelplin und Marienburg/Malbork - eine sehr große Rolle in der Kolonialisierung Preußens spielten die Orden, insbesondere der Deutsche Orden der Allerheiligsten Jungfrau Maria. Er bildete Strukturen eines modernen Ordensstaates und führte die Errungenschaften der westlichen Zivilisation auf dem preußischen Gebiet ein. Gleichzeitig zeichnete sich der Orden durch eine Grausamkeit in der Behandlung von Heiden, despotische Behandlung seiner Untertanen und einer expansiven Beziehung zu den Nachbarn aus. Das Machtzentrum war in Marienburg, wo der Orden den Sitz des Hochmeisters, die größte mittelalterliche Burg Europas, gebaut hat. Als Gegenpol stand die von Askese, Einfachheit und Fleiß gekennzeichnete Regel des Zysterzienserordens. Die Zysterzienser waren im Bereich der Agrarkulturförderung und der Verbreitung von Ausbildung und Industrie tätig. Das größte Zysterzienserzentrum in Preußen war Pelplin.

Westerplatte - auf der Westerplatte begann am 1. September 1939 durch die Beschießung der polnischen Festung durch den Panzerkreuzer "Schleswig-Holstein" der 2. Weltkrieg. Es zeigte sich bald, dass die Salven des deutsches Kriegsschiffes den Stützpunkt nicht zur Aufgabe würden zwingen können. Bodentruppen griffen zusätzlich ein, wurden aber von den polnischen Verteidigern zurückgewiesen. Sieben Tage lang leisteten die 182 polnischen Soldaten der deutschen Übermacht erbitterten Widerstand. Am 7. September erlisch jedoch ihre letzte Widerstandskraft. Um 10:15 Uhr legen die Verteidiger der Westerplatte die Waffen nieder und ergeben sich der Übermacht. Diese mutige Leistung forderte selbst dem Sieger Respekt ab: Der deutsche General F.G. Eberhart reichte dem polnischen Kommandeur Major Henryk Sucharski nach dessen Kapitulation den Säbel zurück. 1966 wurde auf der Westerplatte ein monumentales Denkmal zu Ehren der Verteidiger errichtet. Die Halbinsel ist am besten mit einem Ausflugsschiff, das im Sommer regelmäßig von Danzigs Anlegestelle am Grünen Tor abfährt, zu erreichen.

Programm:

1. Tag Posen
vormittags Ankunft nach Poznań (Posen). Hotelbezug
nachmittags Stadtspaziergang in der Altstadt mit Rathaus, Kathedrale auf dem Ostrów Tumski, Aller Heiligen Kirche.
abends Abendessen und Hl. Messe in Dominikaner Kirche anschliessend Treffen und Gespräch mit Vertretrern der Akademischen Seelsorge in dem Dominikaner Kloster. Gespräch zum Thema: "Glauben und die Jugend in Polen"
Übernachtung in Posen

2. Tag Posen - Gnesen - Lichen - Warschau
morgens Fahrt in Richtung Warschau
"Die ältesten Wurzeln" - Halt in Gniezno (Gnesen) - erste Hauptstadt und die älteste Bischfstum Polens, wo im Jahre 1000 das Treffen des polnischen Herrscher Boleslaus den Tapferen und Kaiser Otto den III fand. Besichtigung der Kathedrale von Gnesen die Krönungsstätte der ersten Herrscher Polens und die Grabstätte von Hl. Adalbert.
"Leben ist Pilgern" - Besuch in Licheń - bekannt als zweitgrößter nach Tschenstochau Wallfahrtsort Polens mit dem Gnadenbild Gottesmutter von Lichen und mit einer den größten Kirchen Europas
nachmittags Ankunft nach Warschau. Hotelbezug.
abends Abendessen anschliessend Treffen mit einem bekannten katholischen Publizist. Thema: "Kondition der Kirche in Polen". Erste Übernachtung in Warschau

3. Tag Warschau
vormittags "Christen in der Probezeit. Christen und Juden in Warschau während des zweiten Weltkrieg" - alternative Stadtführung in der Altstadt und auf dem Gebiet des ehem. Ghettos.
nachmittgas Besuch in der Hl. Stanislaus Kostka Kirche mit dem Grab von dem Priester Jerzy Popieluszko - der in achtzigen Jahren von der komunistischen Sicherheitsdienst ermordet wurde und als Symbol des Wiederstandes gegen Komunismus betrachtet wird. Thema: "Kirche in der komunistischen Zeiten"
abends Zeit zur freien Verfügung. Zweite Übernachtung in Warschau.

4. Tag Warschau - Thorn - Danzig
vormittags Busfahrt von Warschau nach Toruń (Thorn). Stadtbesichtigung in der reizvollen Stadt an der Weichsel (Welterbekulturliste von UNESCO) Im Programm: Johannes Kirche, Rathaus, Hl.Jakobs Kirche, Der Schiefe Turm, Kopernikus Haus, mitellalterische Speicher, Stadttoren.
nachmittags Weiterfahrt nach Gdańsk (Danzig).
abends Ankunft in Danzig, Abendessen. Erste Übernachtung in Danzig.

5. Tag Danzig
vormittags "Annährung an die Geschichte der tausendjährigen Stadt" - Führung durch die Altstadt zu den Themen: Danzig als Hansestadt, die Rolle der Deutschen, Polen und anderer Nationalitäten beim Aufbau der Stadt, Danzig als "Freie Stadt"
(Rathaus, Fischmarkt, alter Hafen, Langer Markt, Marienkirche, Neptunbrunnen, Artushof, Frauengasse)
nachmittags "Solidarnosc" - Anfang der Ende der geteilten Europa. Arbeiterrevolution unter dem Kreuzzeichen." Besichtigung der Brigitten-Kirche und des den Opfern der Arbeiterproteste von 1970 gewidmeten Denkmals vor dem Haupttor der Danziger Werft sowie auch der Ausstellung über Solidarnosc Bewegung in dem Danziger Werft.
abends Zeit zur freien Verfügung. Zweite Übernachtung in Danzig.

6. Tag Danzig - Pelplin - Marienburg - Danzig
morgens Fahrt nach Pelplin. Besichtigung des Zisterzienserordenklosters und Diezösemuseum mit dem ältesten Guttenberg Bibel Exemplar. Weiterfahrt nach Marienburg. Besichtigung der großartigen Burganlage des deutschen Ritterordens. Rückfahrt nach Danzig.
abends Abendessen und Zeit zur freien Verfügung. Dritte Übernachtung in Danzig.

7. Tag Westerplatte - Danzig - Berlin
vormittags "Jeder hat eigene Westerplatte" (Johannes Paul der II) - Fahrt mit dem Schiff durch die Danziger Werft zur Westerplatte, dem Ort, wo der 2. Weltkrieg begann.
nachmittags Auswertungsgespräch

8. Tag
abends Abfahrt mit dem Nachtzug nach Berlin

Preis auf Anfrage. Lassen Sie sich von uns schnell, kostenlos und unverbindlich Ihr individuelles Angebot für die Polenreise erstellen. 

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