DE
Marco der Pole
ul. Sarego 22/3
31-047 Kraków, Polen
tel: +48 12 430 21 17
e-mail: office@marcoderpole.com.pl
ANDERE GEDENKSTÄTTEN

ANDERE GEDENKSTÄTTEN

Gedenkstättenfahrt / Klassenfahrt nach Lemberg (Ukraine). Der zweite Weltkrieg im Osten Europas auf Beispiel von Lemberg (Westukraine).

Der Zweite Weltkrieg in der Ostukraine. Hier machten die deutschen Besatzer niemandem was vor. Sie wollten die Vernichtung so effektiv und so kostengünstig wie möglich durchführen. Neben Vernichtungslagern wie Treblinka, Belzec und Sobibor waren auch Einsatztruppen am Werk, die Massenmorde an der jüdischen Bevölkerung direkt an ihrem Wohnort ausübten, indem sie ihre Opfer zuerst die eigenen Gräber schaufeln ließen und sie dann an deren Rand erschossen. Manchmal liegen in diesen Massengräbern mehrere Dutzend Menschen, manchmal zweitausend, wie beispielsweise in Józefów, manchmal sind es aber auch zwanzigtausend wie im Wald von Bronica bei Drohobytsch oder neunzigtausend wie in Lesienice, einem Vorort von Lemberg. Viele dieser Gräber bleiben bis heute unentdeckt, so dass der Toten nicht gedacht werden kann.

Auch die nichtjüdischen Einwohner wurden wie Untermenschen behandelt, waren gezwungen, Terror, Einschüchterung und Massenhinrichtungen über sich ergehen zu lassen.
Zu dem nationalsozialistischen Totalitarismus gesellte sich später auch der sowjetische, der für weitere Ermordungen und Aussiedlungen verantwortlich war. Im Schatten der beiden totalitären Systeme fanden Pogrome statt. Auch manche Untergrundbewegungen ließen sich in den nationalistischen Wahn hineinziehen und kämpften nicht nur gegen die Besatzungsmächte, sondern führten auf eigene Faust ethnische Säuberungen innerhalb der Zivilbevölkerung durch.
Der Krieg und seine politischen Folgen – Grenzverschiebungen und Aussiedlungen – haben grundlegende Veränderungen in der Kulturlandschaft herbeigeführt. Die einst multikulturelle Region ist nach dem Krieg ethnisch nahezu völlig einheitlich geworden. So erging es auch Lemberg, der größten Stadt in der Westukraine. Aus der Stadt der „verwischten Grenzen“ zwischen unterschiedlichen ethnischen und religiösen Gruppen, wie sie einst Joseph Roth darstellte, wurde Lemberg nach dem Krieg zu einer fast rein ukrainischen Stadt und ist heutzutage eine Hochburg des neuen ukrainischen Nationalismus.
Die Nachkommen der Opfer und der Täter atmen bis heute eine vom Krieg verseuchte Luft, denn der Prozess der Aussöhnung und Vergebung ist bis heute nicht abgeschlossen worden.
Durch eine (laut Martin Pollack) „kontaminierte Landschaft“, im Ungewissen darüber, welche Geheimnisse das kleine Wäldchen vor dem Busfenster verbirgt, führt unsere Reise nach Lemberg. Das tragische Schicksal der Stadt und ihrer Einwohner im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit ist das zentrale Thema dieser Fahrt.

 Programm:

1. Tag 
Fahrt mit dem Zug von Berlin Ostbahnhof nach Lublin mit Umstieg in Warschau
Ankunft in Lublin. Check in, Abendessen im Hotel.

2. Tag
vormittags  Fahrt von Lublin nach Lemberg unterwegs Halt in Zamość.
Besichtigung der Altstadt von Zamość (UNESCO) . Schwerpunkte: der II. Weltkrieg, Zamość als Himmlerstadt, Generalplan Ost, Geschichte der Kinder von Zamość, Gedenkstätte Rotunde
nachmittags  Weiterfahrt nach Lemberg.
abends  Ankunft in Lemberg. Check in und Abendessen im Hotel.

3. Tag
vormittags  Stadtbesichtigung: "Lviv - Lemberg - Lwow - Polen, Juden, Ukrainer, Deutsche, Armenier - Traditionen in einer multikulturellen Stadt". 
anschließend Zeit zur freien Verfügung.
abends  Abendessen im Hotel anschließend „Krieg, Oligarchen, Reformen und Zukunftsperspektiven in der Ukraine" - Treffen mit einem ukrainischen Publizisten.
 
4. Tag
vormittags  Lemberg in der Holocaustzeit - Rundgang in dem eh. Ghetto von Lemberg. Fahrt zum eh. Janowska Arbeits – und Vernichtungslager und Klepariv Bahnstation aus welcher die Juden aus Lemberg und Umgebung mit Bahntransporten zum Vernichtugslager in Belzec geschickt waren.
nachmittags  Fahrt nach Lissinitschi - einem Vorort von Lemberg. Im Jahre 1942 wurden in einer Wald in Lissinitschi ca. 90.000 Juden erschossen und in, bis heute ungekennzeichneten, Massengräbern begraben. Gedenkakt.
abends  Abendessen im Hotel und Zeit zur freien Verfügung.

5. Tag
vormittags  „Von multikultureller Stadt der „verwischten Grenzen“ ( Roth ) bis zum Bollwerk des ukrainischen Nationalismus“ – Geschichte von Lemberg in dem 20 Jh. Werkstatt in Center of Urban History of East Central Europe
nachmittags  Besuch in der lemberger Synagoge und Gespräch mit einem Vertreter der Gemeinde. Fahrt zum Lytschakiviskij Friedhof – dem Ort der zwei konkurrierenden Erinnerungen - polnischen und ukrainischen. Besichtigung des Friedhofes.
abends  Zeit zur freien Verfügung

6. Tag
morgen  Rückfahrt nach Lublin. Unterwegs Besichtigung der Gedenkstätte auf dem Gebiet des eh. Vernichtungslager in Belzec. Weiterfahrt nach Lublin.
abends  Fahrt von Lublin nach Berlin.
 
7. Tag
morgen Ankunft in Berlin

Unverbindliches Anfrageformular


Reisedatum
Geschätzte Teilnehmerzahl
Für
Unterkunft
Verpflegung
Preisvorstellung für Unterkunft pro Tag/Persone
Gruppe legt speziellen Wert auf
Gewünschte Zusatzleistungen
Sonstige Anmerkungen
Vor - und Nachname*
Institution
Telefon mit Landesvorwahl*
E-mail*