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Marco der Pole
ul. Sarego 22/3
31-047 Kraków, Polen
tel: +48 12 430 21 17
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KRAKAU - KLASSENFAHRT - INFO

INFO - SAMMLUNG - RATGEBER FÜR LEHRER UND ORGANISATOREN

Alles was Sie über Ihre Klassenfahrt nach Krakau wissen wollen: Logistik, Themenbereiche, Programmbausteine, Ausflüge, Besichtigungen, Museen, Tipps und andere nützliche Informationen.

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KRAKAU KLASSENFAHRT - LOGISTIK

Stadt Krakau - Lage
Krakau liegt ca. 400 km östlich von der deutsch-polnischen Grenze. Entfernungen: Dresden – 500 km, München – 600 km, Hamburg – 900 km, Köln – 1100 km. Krakau und Wien trennen ca. 450 km.

Anfahrt nach Krakau

Fernbus
Dies ist aktuell die günstigste Variante für Gruppenreisen nach Krakau – insbesondere, wenn Sie mit einem polnischen Busunternehmen reisen. Die Preise polnischer Anbieter sind ca. um die Hälfte günstiger, als die deutscher Busunternehmen. Darüber hinaus fallen die Stellplatzkosten während des Aufenthalts in Krakau weg.

Flugzeug
Für Gruppen aus dem Westen Deutschlands kann eine Flugreise eine günstige Alternative sein.
Der Krakauer Flughafen wird aktuell von folgenden Städten aus direkt angeflogen: Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Wien, Zürich.
Auf dem Flughafen Katowice-Pyrzowice (100 km von Krakau entfernt) landen Linienflieger aus Düsseldorf, Dortmund, Frankfurt-Hahn und Köln-Bonn.

Zug
Die Zugreise entlang der Südroute (d.h. über Breslau) ist aufgrund des technischen Zustands des Schienennetzes und der ungünstigen Verbindungen sehr langwierig. Leider ist aktuell auch keine Besserung in Sicht. Die Anfahrt von Norden her ist einfacher. Von Berlin aus erreicht man Krakau mit einmal Umsteigen in Posen oder Kutno in 8 Stunden.

Übernachtung
Krakau ist ein beliebtes Reiseziel und bietet unzählige Übernachtungsmöglichkeiten. In der Stadt gibt es zahlreiche Hostels mit verschiedenem Standard. Der Standard der Krakauer Hotels entspricht dem deutschen Niveau – häufig ist der Komfort sogar noch höher, da die meisten Hotels recht neu sind. Hostels sind die günstigste Option. Dort werden überwiegend Mehrbettzimmer mit Gemeinschaftsbädern und einem bescheidenen Frühstück angeboten. Die meisten unserer Gruppen übernachten in Jugendhotels (Doppel- oder Dreibettzimmer mit Bad, reichhaltiges Frühstück) und ebenfalls auf Jugendgruppen ausgelegten Zweisterne-Hotels mit ähnlichem Standard.
Die Preise in Hostels beginnen bei 10 € pro Übernachtung, in Jugendhotels bei 20 € pro Übernachtung.

Verpflegung
Qualitativ hochwertig und preisgünstig – so lässt sich das kulinarische Angebot in der Stadt zusammenfassen. Abgesehen von Burger-, Pizza- und Dönerständen bieten so gut wie alle Restaurants und Bars gutes Essen. Dabei reichen die Preise von sehr günstig bis zu hoch – letzteres gilt für die besten Adressen der Stadt. Ein zweigängiges Mittagessen bekommt man ab 5 €, eine große Pizza für 6 € und ein Abendessen in einem Restaurant ab 12 €. In der Stadt gibt es unzählige traditionsreiche Konditoreien. Ein leckeres Stück Kuchen mit Kaffee kostet zwischen 2,50 – 5€. Eine Kugel Eis liegt bei 0,60-1€. Am teuersten ist es natürlich am Marktplatz, aber bereits 100 m weiter sind die Preise schon deutlich gemäßigter. Ein traditioneller Snack für den kleinen Hunger sind Obwarzanki – eine Art Brezel, die an mobilen Ständen verkauft werden. Obwarzanki sind mit Salz, Mohn oder Sesam gewürzt und kosten ca. 25 Cent.
Unser Tipp: machen Sie einen Bogen um Restaurant- und Café-Ketten. Das Essen und der Kaffee schmecken wie überall (d.h. nichts Besonderes) – die Preise aber sind manchmal doppelt so hoch. Lassen Sie sich von den Düften in der Stadt leiten und wählen Sie, was die lokalen Köche und Konditoren zu bieten haben. Damit können Sie nicht viel falsch machen.

Geld
In Krakau gibt es zahlreiche Geldautomaten, an denen Sie Bargeld abheben können. Etwas günstiger ist es, die Dienste eine der vielen Wechselstuben in Anspruch zu nehmen. Wechselstuben berechnen keine Provision auf den Geldwechsel, man sollte aber dennoch vorsichtig sein: einige unseriöse Anbieter verringern den Kurs (z.B. unweit des Bahnhofs und am Marktplatz) oder tauschen die Dezimalstellen aus – z.B. statt 4,20 PLN für 1 € werden 4,02 PLN angeboten. Die offizielle Währung ist der polnische Zloty, aber in vielen Restaurants und Café kann man auf Nachfrage auch in € bezahlen. In Geschäften ist dies meist nicht möglich.
Wechselstuben veröffentlichen stets zwei Preise pro Währung: den An- und Verkaufspreis. Wer € in Zloty eintauschen möchte, muss auf den Ankaufspreis achten, der stets unter dem Verkaufspreis liegt.

Gesundheit und Sicherheit
Krakau ist eine sichere Stadt, solange man als Tourist selbst keine gefährlichen Verhaltensweisen an den Tag legt (z.B. in alkoholisiertem Zustand). Polen gehört zu den sichersten Ländern in Europa und die Kriminalitätsraten in Bezug auf Mord, Körperverletzung und Diebstahl gehen seit Jahren konstant zurück. Diese Information steht im Widerspruch zu alten Vorurteilen – aber sie ist wahr. Gefährlich kann es nachts höchstens in bestimmten Ecken von Nowa Huta und in Hochhaussiedlungen am Stadtrand werden, allerdings verläuft sich kaum eine Gruppe in diese Gegenden. Krakau ist ein beliebtes Reiseziel, weshalb Taschendiebstähle die größte Gefahr darstellen.
Die wichtigste Alarmnummer ist 112, Polizei 997, Rettungsdienst 999.

Internet
Internetzugang haben Sie fast überall kostenlos. In Polen ist es nicht üblich, in Hotels hierfür zur Kasse gebeten zu werden (mit wenigen Ausnahmen). In Cafés und Clubs hingegen gibt es überall kostenlosen Internetzugang. Auch an vielen öffentlichen Orten kann man sich gratis ins Netz einloggen – an Bahnhöfen, in Museen, in bestimmten Stadtvierteln (z.B. auf dem Marktplatz), in manchen Parks, auf dem Weichsel-Boulevard, etc.

Preise
Unter Touristen aus Deutschland gilt Polen als relativ kostengünstiges Land. Die Preise für Lebensmittel sind gemäßigt. Beispiele: Pizza 6 €, großes Bier in einer Bar 2 €, Big Mac-Menü 4 €, Tafel Schokolade 1 €, Mittagessen in einer Schnellbar 6 €. Straßenbahnfahrkarte 70 Cent, Taxi ca. 0,60 € pro Kilometer.
Das teuerste Pflaster der Stadt ist der Marktplatz und Umgebung, wo Sie für ein Bier bis zu 4 € und für eine Tasse Kaffee ca. 3 € hinlegen müssen.
Die Preise in Einkaufszentren und Handelsketten sind auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland.

Fortbewegung in der Stadt
Der historische Stadtkern ist nicht allzu groß. Touristen sind meist in einem Dreieck zwischen Altstadt (mit dem historischen Marktplatz als Ausgangspunkt), dem Königsschloss und der Kathedrale auf dem Wawel und dem alten jüdischen Viertel Kazimierz unterwegs. Sowohl der Wawel als auch Kazimierz sind vom historischen Stadtzentrum (Marktplatz) innerhalb von 15-20 Minuten zu Fuß zu erreichen. Das ehemalige Ghetto in Podgórze und die Schindler-Fabrik erreicht man mit der Straßenbahn (wenige Haltestellen) oder im Rahmen eines 10-15 minütigen Spaziergangs von Kazimierz aus.

Im Stadtzentrum ist das Straßenbahnnetz gut ausgebaut. Eine einfache Fahrkarte (20 Minuten, 70 Cent) genügt, um alle Sehenswürdigkeiten außer Nowa Huta zu erreichen. Für eine Fahrt nach Nowa Huta benötigen Sie ein 40-Minuten-Ticket (ca. 90 Cent).

Nach Wieliczka und zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau gelangen Sie per Linienbus oder Zug. Aus logistischen und zeitlichen Gründen empfehlen wir allerdings, einen Reisebus anzumieten.

 

KRAKAU KLASSENFAHRT - THEMENBEREICHE

Polnische Geschichte und Kultur
Krakau ist die historische Hauptstadt Polens und Sitz der ältesten polnischen Universität. In der Wawel-Kathedrale wurden alle polnischen Könige gekrönt und bestattet – heute ist das Ensemble auf dem Wawel ein wahres Sammelsurium nationaler Andenken, die über die tausendjährige Geschichte des Landes Aufschluss geben. Krakau – das ist Polen im Kleinformat. Wer die polnische Kultur und Geschichte kennenlernen möchte, ist hier an der richtigen Adresse.

Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen
Über Jahrhunderte hinweg verband die Stadt viel mit der deutschen Kultur. Lange Zeit profitierte Krakau von den Errungenschaften der deutschen Technik, Rechtswissenschaften und Kunst. Das Magdeburger Recht, der Aufstand des Vogtes Albert, die Preußische Huldigung, der Altar von Veit Stoß, das Denkmal der Schlacht von Tannenberg, Kopernikus als Student der Krakauer Universität, die Hanse, deutsche Handwerker und Patrizier – all diese Begriffe, Namen und Begebenheiten führen uns durch die hunderte von Jahren währenden komplizierten, aber zumeist (bis zum Zweiten Weltkrieg) fruchtbaren deutsch-polnische Kontakte.
Der Aufenthalt in Krakau bietet Gelegenheit, die jahrhundertealten deutsch-polnischen Beziehungen Revue passieren zu lassen.

Jüdische Kultur
Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte Polen die größte jüdische Bevölkerung in Europa. Die Stadt Krakau war jahrhundertelang Sitz einer der größten jüdischen Gemeinden des Landes. Das jüdische Viertel Kazimierz ist ein europaweit einzigartiges architektonisches Ensemble. Auf einer relativ überschaubaren Fläche haben sich 7 Synagogen und zwei Friedhöfe erhalten, darunter auch der älteste jüdische Friedhof in Polen (Remu) mit dutzenden einzigartiger Grabsteine.

Auch die weltliche Bausubstanz des Viertels ist erhalten geblieben. Vor dem Krieg lebten hier sowohl orthodoxe, als auch chassidische und reformierte Juden. In der Alten Synagoge ist ein sehenswertes Judaica-Museum untergebracht. Das Galicia Jewish Museum hingegen informiert über das Leben der galizischen Juden.

Ein Besuch in Kazimierz gibt Einblick in die Kultur und Traditionen der polnischen Juden und die jüdisch-christlichen Beziehungen vor dem Holocaust.

Zweiter Weltkrieg und Holocaust
Krakau wurde während des Zweiten Weltkriegs zur Hauptstadt des Generalgouvernements, wie die besetzten Gebiete in Zentralpolen von den Deutschen bezeichnet wurden. Auf dem Wawel, dem einstigen Sitz der polnischen Monarchen, regierte der nationalsozialistische Generalgouverneur Hans Frank. Zahlreiche deutsche Beamte zogen mit ihren Familien in die Stadt und schnell setzten Terror und Verfolgung ein. Die Universität wurde geschlossen und die Professoren in Konzentrationslager verschleppt, polnische Schulen und kulturelle Einrichtungen geschlossen, Denkmäler zerstört, Kunstwerke aus Krakauer Museen entwendet und die Menschen massenweise zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert. Widerstand jeder Art wurde mit dem Tod oder der Verschleppung in eines der Konzentrationslager bestraft. Die jüdische Bevölkerung wurde zunächst in das Ghetto gepfercht und damit durch Hunger, Krankheiten und Zwangsarbeit zum langsamen Sterben verurteilt. Am Rande der Stadt öffnete das Konzentrationslager Płaszów.

Im heutigen Krakau sind zahlreiche Überbleibsel und Andenken an die damalige Zeit erhalten geblieben. Viele Orte beeindrucken durch ihre Authentizität, das neue Museum in der einstigen Fabrik von Oskar Schindler hingegen lässt die Besucher ein Gefühl für den Schrecken jener Jahre entwickeln. Generalgouvernement, Sonderaktion Krakau, alte deutsche Stadt Krakau, Institut für Deutsche Ostarbeit, das Ghetto in Podgórze, KL Plaszow, Schindler-Fabrik, Apotheke zum Adler, Gestapo-Hauptquartier im Schlesischen Haus und die erhaltenen Fragmente der Ghettomauer. Diese Orte und Begriffe im Zusammenhang mit der Besatzung der Stadt Krakau geben einen Einblick in die deutsche Besatzungspolitik und bieten gleichzeitig das erforderliche Hintergrundwissen über die Ermordung der jüdischen Bevölkerung.

Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
Auschwitz ist das Symbol des Massenmords an den europäischen Juden. Das, was in Auschwitz geschehen ist, wurde zum Ausgangspunkt für die Bestrebungen um ein friedliches Zusammenleben der Völker im Europa der Nachkriegszeit. Auschwitz ist eine Gedenkstätte, gleichzeitig aber auch riesiger Friedhof und ein großangelegtes Museum, das einen Überblick über die logistischen, technischen und administrativen Aspekte des Holocaust während des Zweiten Weltkriegs vermittelt.

Das Museum ist 65 km von Krakau entfernt. Die Anfahrt mit einem gemieteten Reisebus dauert ca. 1 Stunde und 15 Minuten.
Mehr Informationen über Auschwitz und Besichtigungshinweise finden Sie hier (Link)

Kommunismus und Zeitgeschichte
Der Stadtteil Nowa Huta wurde Anfang der 50-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts als sozialistische Vorzeigestadt unweit der Lenin-Hütte aus dem Boden gestampft und galt als größtes industrielles Investitionsprojekt der Nachkriegszeit in Polen. Heute zählt Nowa Huta ca. 250 000 Einwohner und ist das größte Viertel von Krakau. Eine Besichtigung von Nowa Huta bietet Gelegenheit zu Gesprächen über die Geschichte Polens zu Zeiten des Kommunismus sowie über die aktuellen sozialen Probleme des Landes nach der Systemtransformation 1989.

Kunstgeschichte
Krakau gilt unter Kennern als schönste Stadt Polens. Der mittelalterliche Stadtkern ist gespickt mit Baudenkmälern europäischer Klasse. Die Altstadt zeichnet sich durch eine Mischung unterschiedlicher architektonischer Stile aus. Bei einem Spaziergang durch Krakau findet man Beispiele zahlreicher Stilrichtungen: von Romanik, über Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus bis hin zu Historismus und Art Nouveau. Die Beschäftigung mit Kunstwerken wie dem Altar von Veit Stoß in der Marienkirche, dem barocken Innenraum der St.-Anna-Kirche oder der im Jugendstil gehaltenen Basilika des Franziskanerordens bietet Gelegenheit zur Diskussion über Umbrüche in Kunst, Kultur, Religion und Philosophie.

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PROGRAMMBAUSTEINE FÜR IHRE KRAKAU KLASSENFAHRT

Führung durch die Krakauer Altstadt
Im Programm:
Marktplatz, Universität, Altstadtgassen, Besichtigung der Marienkirche mit Altar von Veit Stoß, Wawel-Schloss (von außen)
Themenbereiche: Geschichte Polens, deutsch-polnische Beziehungen, Architektur und Kunstgeschichte
Dauer: 2 bis 2,5 Stunden
Verlängerung: Besichtigung der Kathedrale auf dem Wawel ( + 45 Min.)

Führung durch das Königschloss Wawel und die Kathedrale
Im Programm:
königliche Gemächer und Kathedrale mit Königsgruft
Themenbereiche: Geschichte Polens, deutsch-polnische Beziehungen, Zweiter Weltkrieg, Architektur und Kunstgeschichte
Dauer: 2 Stunden

Führung durch das einstige jüdische Viertel Kazimierz
Im Programm:
Gassen von Kazimierz, Besichtigung der Remu-Synagoge mit dem alten Friedhof und der Tempel-Synagoge
Themenbereiche: jüdische Kultur und Geschichte, Zweiter Weltkrieg und Holocaust
Dauer: 2 Stunden
Mögliche Verlängerung:
- Judaika-Museum in der Alten Synagoge (+ ca. 1 Stunde.)
- Galicia Jewish Museum (+ ca. 45 Min.)
- neuer jüdischer Friedhof (+ ca. 45 Min.)

Führung durch das ehem. Ghetto in Podgórze inkl. Besichtigung des Museums in der einstigen Oskar-Schindler-Fabrik
Im Programm:
Platz der Ghettohelden mit dem Denkmal „der leeren Stühle“, Überreste der Ghettomauer, Ausstellung Krakau während der Besatzungszeit 1939-1945 in der ehem. Emaille-Fabrik von Oskar Schindler
Themenbereiche: Zweiter Weltkrieg und Holocaust
Dauer: 2,5 Stunden (einschl. 1,5 Stunden in der Schindler-Fabrik)
Mögliche Verlängerung:
- Spaziergang zum Gelände des eh. KL Plaszow (+ ca. 1,5 Stunden)
Unser Tipp: der legendäre Film „Schindlers Liste” von Steven Spielberg basiert zum größten Teil auf wahren Ereignissen. Der Film wurde unter anderem in Krakau an Originalschauplätzen gedreht. Ein gemeinsamer Filmabend vor dem Besuch in Kazimierz und Podgórze ist eine gute Idee zur Vorbereitung auf die Reise nach Krakau.

Rundfahrt durch den Arbeiterstadtteil Nowa Huta
Im Programm:
Fahrt mit Bus oder Straßenbahn vom Stadtzentrum aus, Spaziergang durch Nowa Huta mit Besichtigung der Arche-Kirche
Themenbereiche: polnische Zeitgeschichte, Kommunismus, die Rolle der katholischen Kirche in Polen, Polen heute

Nowa Huta erreicht man mit der Straßenbahn (ca. 30 Minuten einfach). Besichtigung zu Fuß. Aus logistischen und zeitlichen Gründen empfehlen wir allerdings, einen Reisebus zu mieten.
Unser Tipp: Die Besichtigung von Nowa Huta lässt sich gut mit einem Besuch des Salzbergwerks Wieliczka verbinden. So bezahlen sie nur einmal für die Busmiete.
Dauer : 2,5 Stunden + 1 Stunde Hin- und Rückfahrt

 

KRAKAU KLASSENFAHRT - AUSFLÜGE IN DIE UMGEBUNG

Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz – Tagesausflug
Themenbereich:
Zweiter Weltkrieg und Holocaust
Die Führung in der Gedenkstätte Auschwitz besteht aus zwei Teilen:
- Auschwitz I – Stammlager mit der historischen Ausstellung über die Lagergeschichte
- Auschwitz II - Birkenau mit den Häftlingsbaracken und Ruinen der Gaskammern und Krematorien
Auschwitz I und Auschwitz II liegen etwa 4 km voneinander entfernt.
Dauer: 7 Stunden inkl. Hin- und Rückfahrt ab/nach Krakau, Führung in der Gedenkstätte und Mittagspause vor Ort; alternativ 9 Stunden mit verlängerter Studienführung
Entfernung von Krakau: 65 km. Die Fahrt von Krakau nach Auschwitz dauert ca. 1,15 Stunden.

Die Standardführung in der Gedenkstätte Auschwitz dauert ca. 3,5 Stunden, die verlängerte Studienführung ca. 6 Stunden.
Buchung im Voraus erforderlich.

Besichtigung des Salzbergwerks in Wieliczka – Halbtagesausflug
Themenbereich:
Geschichte der Technik und Industriekultur
Dauer: ca. 4,5 Stunden inkl. Hin- und Rückfahrt ab/nach Krakau und Besichtigung des SalzbergwerksUnsere Meinung: Dem Salzbergwerk in Wieliczka als Ausflugsziel stehen wir relativ neutral gegenüber – allerdings zählt die Anlage zu den großen Sehenswürdigkeiten der Region und in Teilen ist die Besichtigungsroute tatsächlich sehr beeindruckend. Das Salzbergwerk ist sicherlich sehenswert. Sollten Sie allerdings deshalb Programmpunkte des „Pflichtprogramms“ streichen müssen, würden wir empfehlen, auf den Besuch in Wieliczka zu verzichten.
Unser Tipp: Planen Sie die Besichtigung nach Möglichkeit für einen Nachmittag ein, da um diese Tageszeit weniger los ist.
Entfernung von Stadtzentrum: ca. 12 km. Die Fahrt vom Stadtzentrum nach Wieliczka dauert ca. 30 Min. (Staugefahr!)
Vorherige Reservierung erforderlich.

Busausflug in den Nationalpark Pieninen inkl. Floßfahrt auf dem Fluss Dunajec – Tagesausflug
Themenbereich:
Landschaft und Natur
Dauer: 8 Stunden inkl. Hin- und Rückfahrt, Floßfahrt und Mittagspause vor Ort
Keine vorherige Reservierung erforderlichTipp 1: Der Dunajec-Durchbruch ist wunderschön, die Floßfahrt selbst ist völlig risikofrei. Schön ist der Trip aber nur, wenn es nicht regnet. Wasser von unten und oben ist zu viel des Guten, da man über 2 Stunden lang nicht aufstehen und herumgehen kann. Man friert schnell, die Berge versinken im Nebel. Bei diesem Wetter raten wir, auf die Fahrt zu verzichten.
Tipp 2: Auf dem Weg zur Anlegestelle fährt man durch Dębno Podhalańskie. In dieser Ortschaft befindet sich eine kleine Holzkirche aus dem 15. Jh., die auf der UNESCO-Liste verzeichnet ist. Es lohnt sich, eine kleine Pause vor Ort einzulegen und dieses außergewöhnliche Werk der Schnitz- und Volksmalkunst zu besichtigen.
Tipp 3: Nach der Floßfahrt ist genügend Zeit für einen zusätzlichen Spaziergang durch den Nationalpark Pieninen, z.B. entlang des blauen Wanderwegs von Szczawnica auf den Gipfel Sokolica (747 m ü. NN) mit wunderschöner Aussicht und zurück (ca. 2,5 Stunden). Alternativ empfiehlt sich ein Bummel durch Szczawnica, den Zielort der Floßfahrt.
Entfernung: Von Krakau bis zur Ablegestelle in Sromowce Wyżne sind es ca. 120 km,
Anfahrtszeit: ca. 2,15 Std.

Busausflug nach Zakopane in die Hohe Tatra
Themenbereich:
Landschaft und Natur, Volkskultur
Dauer: ca. 10-11 Stunden inkl. Hin und Rückfahrt ab/nach Krakau
Im Programm: Standseilbahn auf den Berg Gubałówka mit wunderschöner Panorama-Aussicht auf die Hohe Tatra, Stadtbesichtigung in Zakopane (inkl. Besichtigung einer für die Region typischen Holzvilla im Zakopane-Stil), Besuch des traditionellen Bergdorfs Chochołów, Folklore-Abendessen in einem traditionellen Goralen-Restaurant.
Tipp 1: Der Besuch in Zakopane ist sehr lohnenswert, allerdings sollte man die Stadt nicht an Feiertagen oder Wochenenden besuchen. Da Zakopane ein sehr beliebter Ausflugsort ist, gerät man ansonsten in stundenlange Staus und verbringt den Großteil des Tages im Reisebus. Fragen Sie besser im Voraus, ob Ihr geplanter Ausflugstag nicht auf die Hauptreisezeit bzw. einen der Feiertage oder ein verlängertes Wochenende fällt.
Tipp 2: Die Altstadt von Zakopane ist überfüllt, aus architektonischer Sicht uninteressant und stellt ein Beispiel des osteuropäischen architektonischen Chaos dar – was an sich für Gäste aus dem Westen wiederum durchaus spannend sein kann. Sollte dies jedoch nicht Ihr Hauptinteresse sein, halten Sie sich lieber von der Innenstadt (ul. Krupówki) fern – die Umgebung bietet genügend Sehenswürdigkeiten.
Tipp 3: Chochołów – dieser kleine, ca. 20 km westlich von Zakopane gelegene Ort ist ein absolutes Highlight. Chochołów ist ein vollständig erhaltenes traditionelles Bergdorf. Es besteht ausschließlich aus Holzhäusern mit Schindeldächern, die auch heute noch bewohnt sind. Das Dörfchen ist also kein Freilichtmuseum – im Gegenteil, hier geht der Alltag seinen Gang.
Unsere Meinung: wenn Sie die Wahl haben, empfehlen wir aus logistischen Gründen und aus Sicht der Attraktivität für einen eintägigen Ausflug eher die Dunajec-Floßfahrt als die Besichtigung von Zakopane.
Entfernung Krakau-Zakopane: 110 km. Anfahrtszeit (unter normalen Verkehrsbedingungen): 2 Stunden

 

KRAKAU KLASSENFAHRT - INTERESSANTE BESICHTIGUNGEN UND MUSEEN

Oskar-Schindler-Fabrik
Eines der interessantesten Museen in Krakau.
Beim Spaziergang durch die einzelnen Ausstellungsräume wandert man virtuell durch das deutsch besetzte Krakau einschließlich des Krakauer Ghettos. Das Museum präsentiert unzählige Originalobjekte und Multimedia-Elemente. Die Ausstellung selbst besticht sowohl durch den Informationsgehalt als auch die mitreißende Atmosphäre.
Unsere Meinung: wenn wir bei einer Klassenreise nach Krakau von den vielen Museen nur für ein einziges Zeit hätten, würden wir mit Sicherheit die Schindler-Fabrik wählen.
Tipp: Die Museumsräume sind relativ eng, und obwohl offiziell Gruppen bis zu 25 Personen erlaubt sind, empfehlen wir, kleinere Gruppen zusammenzustellen. Statt einer Gruppe mit 24 Personen also lieber zwei Gruppen à 12 Personen mit zwei Tourguides.
Besichtigungsdauer: ca. 1,5 Std.
Vorherige Reservierung erforderlich.

Galicia Jewish Museum
Die Dauerausstellung zeigt fotographische Spuren der jüdischen Kultur in Westgalizien (von Krakau bis zur polnisch-ukrainischen Grenze) und dokumentiert die Bestrebungen, diese zu erhalten. Die Ausstellung wird leider nicht aktualisiert.
Unsere Meinung: Eher für Kenner, weniger für Jugendliche geeignet.
Besichtigungsdauer: ca. 45 Minuten.
Vorherige Reservierung nicht erforderlich.

Judaica-Museum in der Alten Synagoge
Das Museum ist in der ältesten Synagoge von Kazimierz aus dem 15. Jh. untergebracht. Sehenswerte Räumlichkeiten im Gotik-Stil, schon allein deshalb einen Besuch wert. Die Dauerausstellung erläutert jüdische Feiertage und Rituale sowie das Privat- und Familienleben der polnischen Juden. Das Museum verfügt über eine interessante Judaica-Sammlung.
Unsere Meinung: Geeignet für Gruppen mit Interesse an der traditionellen jüdischen Kultur.
Besichtigungsdauer: ca. 1 Stunde.
Vorherige Reservierung nicht erforderlich.

Unterirdisches Museum unter den Tuchhallen
Das Museum ist 4 Meter unter dem Pflaster des Marktplatzes auf einer Fläche von fast 4000 m2 untergebracht. Genauer gesagt handelt es sich um eine archäologische Ausgrabungsstätte mit Multimedia-Ausstellung. Einerseits beeindruckt das Museum durch das multimediale Feuerwerk, andererseits aber werden recht wenig Inhalte vermittelt. Die Ausstellung trägt den Titel „Auf der Spur der europäischen Identität der Stadt Krakau“, aber nach dem Verlassen des Museums hat man den Eindruck, nicht viel Neues erfahren zu haben. Es wird keinerlei strukturiertes Wissen vermittelt. Trotzdem ist dies aktuell das meistbesuchte Museum Krakaus, insbesondere unter Kindern und Jugendlichen.
Unsere Meinung: Die Ausstellung ist eher „just for fun“ und vermittelt wenig Neues. Geeignet für einen regnerischen Nachmittag.
Besichtigungsdauer: ca. 1,5 Stunden
Vorherige Reservierung erforderlich, man kann aber auch versuchen, ohne Reservierung hineinzugelangen.
Zutritt für Gruppen von max. 30 Personen.

Collegium Maius – Museum der Jagiellonen-Universität
Das Collegium Maius ist das älteste Universitätsgebäude der Stadt und stammt aus dem 15. Jh.
Die Ausstellung zeigt die historischen Universitätshallen: Libraria, Auala, Stuba Communis und die Professorenwohnungen. Präsentiert wird zudem eine wertvolle Sammlung alter astronomischer Instrumente aus den Zeiten von Nikolaus Kopernikus und früher.
Unsere Meinung: Das Collegium Maius ist wirklich eine interessante Ergänzung der Altstadttour.
Besichtigungsdauer: ca. 40 Minuten
Vorherige Reservierung erforderlich.
Zutritt für Gruppen von max. 30 Personen.

Schloss Wawel und Kathedrale

Das
Schloss der polnischen Könige auf dem Wawel hat stürmische Zeiten hinter sich – deshalb ist von der Originalausstattung nicht viel erhalten geblieben. Die interessantesten Stücke sind großformatige Gobelin-Wandbehänge aus dem 16. Jh.
Unsere Meinung: der wunderschöne Renaissance-Innenhof des Schlosses ist ein absolutes Muss – die Innenräume des Schlosses nicht unbedingt.
Besichtigungsdauer: ca. 1 Stunde
Vorherige Reservierung erforderlich.
Zutritt für Gruppen von max. 30 Personen.

Wawel-Kathedrale – wir empfehlen die Besichtigung der Kathedrale mit den Königsgräbern, Grabplatten polnischer Nationalhelden und Kunstwerken, der imposanten Sigismund-Glocke und der Gruft der Königsgräber. Ein einstündiger Spaziergang durch 1000 Jahre polnischer Geschichte.
Achtung! Ein guter Tourguide verwandelt den einstündigen Spaziergang durch die Kathedrale zu einer faszinierenden Erzählung über die polnische Geschichte, ein schlechter hingegen langweilt Sie mit unaussprechbaren Namen, die sich keiner merken kann und bombardiert Sie mit dutzenden überflüssigen Daten.
Unsere Meinung: Ja, die Besichtigung der Kathedrale lohnt sich – und zwar selbst mit einem schlechten Tourguide :)
Unser Tipp: Die Kathedrale ist nicht allzu groß, das Interesse der Besucher hingegen ist riesig. Um dem größten Ansturm zu entgehen sollten Sie die Kathedrale entweder so früh wie möglich (gleich nach der Öffnung um 9:00 Uhr) oder kurz vor der Schließung (17:00 Uhr) besichtigen.
Besichtigungsdauer: ca. 1 Stunde
Vorherige Reservierung nicht erforderlich.

Marienkirche
Die Marienkirche dürfen Sie auf keinen Fall verpassen. Der Innenraum der Kirche gehört zu den schönsten Sakralräumen in Europa, in dem Kunstwerke von Gotik bis Jugendstil zu bewundern sind. Das wichtigste Kunstwerk in der Marienkirche und der ganzen Stadt ist der Hauptaltar von Veit Stoß – der größte gotische Altar Europas.
Tipp 1: Geben Sie dem Tourguide vor dem Hauptaltar Zeit zu erzählen! Die Geschichte über den Altar von Veit Stoß handelt von Unterschieden in der Wahrnehmung der Natur, des Menschen und dessen Platz im Universum während der Gotik- und Renaissancezeit, von den kulturellen Kontakten zwischen Deutschland und Polen, vom Alltag in der mittelalterlichen Stadt und von der Rolle der Kirche und der Religion in jenen Zeiten. Zuhören lohnt sich.
Tipp 2: Meiden Sie nach Möglichkeit die feierliche Öffnung des Altars, die jeden Tag um 12:00 Uhr Mittag stattfindet. Um diese Zeit ist die Kirche voll von Besuchergruppen und Sie haben keine Chance, in Ruhe der Führung zu folgen.
Achtung! Aufgrund der im Jahr 2015 begonnenen Restaurierungsarbeiten ist der Altar von Veit Stoß mehrere Jahre lang für Besucher nicht zugänglich.


Besser vermeiden:

Fahrt mit einem Ausflugsschiff auf der Weichsel
Von der Weichsel aus ist Krakau nicht allzu spektakulär, zudem sind die meisten Ausflugsschiffe alt und heruntergewirtschaftet. Aus Langeweile kann man zwar eine einstündige Schifffahrt machen, allerdings könnte man diese Zeit in Krakau nun wirklich sinnvoller nutzen.

 

KRAKAU KLASSENFAHRT - KONTAKT UND INFORMATIONEN

MARCO DER POLE. STUDIENREISEN
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31-047 KRAKÓW

Tel: +48 12 4302131, +48 12 4302117

Mail: katarzyna@marrcoderpole.com.pl

www.krakau-reisen.com

Ihre Ansprechpartnerin ist: Katarzyna Skrobisz

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