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Königsschloss

Königsschloß

Königsschlösser gibt es in Europa sehr viele. Keines davon ist aber mit dem in Warschau zu vergleichen, dass noch keine 40 Jahre alt ist. Die Einzigartigkeit beruht darauf, dass sich bis Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts anstelle des Schlosses eine rechtlich geschützte Schutthalde befand – das einzige Überbleibsel des alten Schlosses, das dort bis 1944 stand. Nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstands wurde das Schloss von den Deutschen gesprengt. Die kommunistischen Machthaber standen dem Wiederaufbau des Symbols des königlichen und feudalen Polens skeptisch gegenüber und als der Aufbau der Altstadt abgeschlossen wurde, blieb der Schutt des Schlosses unverändert liegen. Erst Edward Gierek, seines Zeichens Generalsekretär der kommunistischen Partei, stimmte auf der Suche nach Unterstützung im Volk Anfang der siebziger Jahre einem Wiederaufbau zu. Die Bauarbeiten wurden ausschließlich durch Spenden finanziert. Hinter der imposanten Fassade verbergen sich prächtige Räumlichkeiten – wahre Meisterwerke Warschauer Restaurateure und Denkmalschützer. Säle voller Stuck, Säulen, Vergoldungen, Fresken, Zierportale, Parkettböden mit komplizierten Mustern, geschmückt mit Kunstwerken, die noch 1939 aus dem Schloss gerettet bzw. teilweise rekonstruiert wurden. Lediglich 2% des heutigen Schlosses repräsentiert die originale Bausubstanz aus der Vorkriegszeit. Bei der Schlossbesichtigung kann man nur schwer daran glauben, dass es sich um eine komplette Rekonstruktion handelt. Ein einzigartiger Ort!
Für das polnische Volk war das Schloss seit jeher ein Symbol der polnischen Staatlichkeit. Ein solches Symbol, sogar noch stärker als vor dem Krieg, ist es auch heute noch – wiederaufgebaut, genau wie die polnische Unabhängigkeit.