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nach Warschau

Jüdisches Warschau - die wichtigste Sehenswürdigkeiten

 

Jahrhundertelang war Polen das größte Zentrum der jüdischen Diaspora auf der ganzen Welt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts lebten hier fast 80% aller Anhänger des Judaismus. Noch vor dem Jahre 1939 lebten in Polen fast 3,5 Mio. Juden, die damit mehr als 10% der Bevölkerung des Landes stellten. Warschau in den Zwischenkriegsjahren die zweigrößte jüdische Gemeinde weltweit (nach New York) beheimatete. Der Zweite Weltkrieg bedeutete die Vernichtung der jüdischen Gemeinde sowie auch ihrer unwiederbringbaren Kultur.

 

Jüdischer Friedhof in Warschau


Der jüdische Friedhof in Warschau ist einer der weltweit größten seiner Art. Das Anfang des 19. Jahrhunderts angelegte Gräberfeld umfasst eine Fläche von 33 ha und etwa 200 000 Grabmäler. Damit ist die Anlage eines der wertvollsten historischen Baudenkmäler in Warschau und ganz Polen. Während des Krieges grenzte der Friedhof direkt an das Ghetto. Hier befinden sich Massengräber von Juden, die im Ghetto an Krankheiten und Hunger gestorben waren oder im Rahmen von Massenhinrichtungen erschossen wurden. Auf dem Friedhof liegt auch der letzte Anführer des Ghettoaufstands Marek Edelman begraben. Zahlreiche symbolische Gräber gedenken den Opfern des Holocaust.  Auch mehrere Denkmäler sind hier zu finden – unter anderem das Janusz-Korcak-Denkmal und das Denkmal der Kinder – Opfer des Holocaust.

 

Nożyk-Synagoge


Die Nożyk-Synagoge in Warschau ist die einzige noch genutzte Vorkriegssynagoge in Warschau und die einzige der über vierhundert Synagogen und Gebetshäuser, die den II. Weltkrieg überstanden hat. Die Nożyk-Synagoge ist zudem die Hauptsynagoge der jüdischen Glaubensgemeinde in Warschau und Sitz des Oberrabbiners von Polen. Die nähere Umgebung der Synagoge markiert den Mittelpunkt des jüdischen Lebens in Warschau.
Die Nożyk-Synagoge befindet sich in der Stadtmitte in der ul. Twarda 7 und steht zur Besichtigung offen.

 

Museum der Polnischen Juden


Das durch Größe und Architektur beeindruckende neue Museum der Polnischen Juden wurde im Jahr 2013 fertiggestellt. Das Museum steht auf dem selben Platz wie das Denkmal der Ghettohelden. Die Dauerausstellung erzählt die tausendjährige Geschichte der Juden in Polen in seinen einstigen historischen Grenzen (u.a. heutiges Litauen, Weißrussland und Ukraine). Besonders sehenswert sind die Bereiche, in denen die kulturellen Eigenheiten der mitteleuropäischen Juden, die Shtetl-Kultur (Städtchen, die überwiegend von Juden bewohnt waren) und der soziale, wirtschaftliche und kulturelle Kontext des jüdischen Lebens in Polen präsentiert werden. Über mehrere Jahrhunderte hinweg existierte in Polen die größte jüdische Diaspora weltweit.

 

Gedenkroute des Martyriums und des Kampfes der Juden


Die Route umfasst 22 Gedenksteine, die Orte, Ereignisse und Menschen im Zusammenhang mit dem Warschauer Ghetto in Erinnerung rufen. Die wichtigsten Stationen sind das Denkmal der Ghettohelden, der Anielewicz-Hügel und das Denkmal am Umschlagplatz.  
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