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BILDUNGSREISEN

BILDUNGSREISEN

Flüchtlinge, Migranten, Fremde in Polen - Bildungsreise

Flüchtlinge, Migranten, Fremde in Polen - Bildungsreise nach Warschau

 

Flüchtlinge, Migranten, Fremde – wie geht Polen mit einer hochaktuellen Situation rund um Migranten und Flüchtlinge um, die ganz Europa beschäftigt?

Polens Migrationsgeschichte ist stark von Auswanderung geprägt. Nun, angesichts der aktuellen Situation in Europa wird auch Polen mit Migranten und Flüchtlingen konfrontiert. Wie viele Migranten leben momentan in Polen? Wie gut sind sie in die polnische Realität angekommen? Warum reagiert die polnische Gesellschaft so skeptisch gegenüber den Flüchtlingen? Während des Aufenthalts in Warschau werden wir sowohl gesellschaftliche Projekte kennenlernen als auch interessante Initiativen, die mit Kultur, Wirtschaft und Politik zu tun haben.

Wir lassen Fachleute, wie Soziologen, Vertreter von NGOs, Unternehmen, Aktivisten, Politiker etc. zu Wort kommen, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben und uns die Gründe der Ablehnung der polnischen Gesellschaft erläutern können.  An realen Herausforderungen, die sowohl an Migranten als auch an die konservative polnische Gesellschaft gestellt sind, erfahren wir, wie der Alltag der Migranten/innen und Polen/innen gemeistert wird. Wir besuchen die Vertreter/innen der unterschiedlichen Migrantengruppen, um ihre Stimmen zu hören und das Bild der aktuellen Situation zu vervollständigen.

Durch einen fünftägigen Aufenthalt in Polens pulsierender Hauptstadt erfahren wir, wie die Stimmung und die Fakten zu diesen Aspekten sowie die Zukunft der Migranten in Polen tatsächlich aussehen.

 

PROGRAMM DES BILDUNGSURLAUBS IN WARSCHAU

 

1.Tag

Gemeinsames Frühstück im Hotel

Vormittag:  Einführung in die Thematik Migration in Polen. Polens plurales und multikulturelles Erbe. / Vortrag und Diskussion

Trotz des geringen Anteils an Minderheiten - rund 95 Prozent der Einwohner in Polen bekennen sich zu einer polnischen nationalen Identität - betreibt Polen eine Minderheitenpolitik. Sie dient dem Schutz der nationalen und ethnischen Minderheiten und dem Schutz ihrer Sprachen wie auch der Regionalsprachen. Im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs sowie der darauf folgenden Grenzverschiebung, Aussiedlung und Auswanderung ist Polen heute ein ethnisch und national de facto homogenes Land. Bei der letzten Volkszählung von 2011, auf der diese Daten beruhen, konnten die Befragten sich einer oder auch zwei ethnischen Kategorien zugehörig erklären. Nur 917.000 Befragte gaben eine zweifache ethnischnationale Identifikation an. Zu einer ausschließlich nichtpolnischen nationalen oder ethnischen Zugehörigkeit bekannten sich knapp 600.000 Personen (1,55 %).
In diesem thematischen Block erfahren die TN, welche Minderheiten früher das Land an der Weichsel bewohnt haben und wie das Migrantenbild in Polen heute statistisch und demografisch aussieht. Welche Gruppen der Zuwanderer haben Einfluss in der Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft?

(Quelle: www.laender-analysen.de)

Mittag:  Europäische Migrationskrise – Flüchtlinge, Migranten, Auswanderer in Polen. / Vortrag und Diskussion 

Seit Anfang dieses Jahres wurden etwa 100.000 Anträge gestellt, um den Aufenthalt in Polen zu legalisieren. Das sind um 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Mehrheit der Anträge betraf die Erlaubnis für vorläufigen Aufenthalt für Ukrainer. Während der ersten Quartale haben Ausländer in Polen ebenfalls 10.500 Anträge auf internationalen Schutz gestellt.

Mittagspause

Nachmittag:   Neue Mitbürger in Warschau. Ihre Erfahrungen, Erlebnisse, Einflüsse.

Führung durch das Multikulturelle Zentrum in Warschau und Einführung in die Mission des Zentrums. Gespräche mit Vertretern der NGOs, die im Zentrum ihren Sitz haben. Gespräche werden mit den ethnischen Minderheiten geführt, die sich in jeweiligen Organisationen engagieren. 

Warschau gilt als die multikulturelle Stadt Polens schlechthin. Dieses bunte Mosaik von Kulturen ist besonders sichtbar in Warschau, wenn man die Hauptstadt mit anderen polnischen Städten vergleicht. Hierher kommen Studierende und Forscher aus der ganzen Welt, internationale Unternehmen, legale und illegale Gastarbeiter und auch Flüchtlinge. Wie kommen sie im Warschauer Alltag zurecht? Fühlen sie sich daheim? Was vermissen sie? Gespräche mit den Minderheitenvertretern geben Aufschluss.

Anschließend freie Zeit zur Verfügung 

 

2. Tag

Gemeinsames Frühstück im Hotel

Vormittag:  Konflikt-Küche – gesellschaftliche Initiative als Antwort auf Situation in Krisengebieten. / Führung und Gespräch

Kann man durch das Essen persönliche Geschichten von Menschen erzählen, die vor dem Krieg fliehen und in Warschau ankommen? Wie kann man auf innovative Art und Weise Gastronomie und gesellschaftliche Initiativen verbinden? „Kuchnia Konfliktow“ ist nicht nur eine Kneipe sondern vor allem Eingreifen in öffentlichen Raum durch Speisen. Dank dieses Projekt lernen Warschauer nicht nur Speisen, aber auch Kultur und Geschichte von Ländern kennen, die in Konflikten stecken. Dieser Kennenlernprozess verläuft durch direkten Kontakt mit Flüchtlingen und Migranten, die das Projekt mitgestalten. Zyklisch verändertes Menu wird die Speisen aus der ganzen Welt umfassen. Ein weiteres Element des Projektes besteht aus dem Kultur- und Bildungsprogramm, wie Vorträge, Treffen, Gespräche.

Anschließend Mittagessen in der Imbissbar „Kuchnia Konfliktu“ (tbc)

Nachmittag:  Ablehnen, Verstehen, Akzeptieren, Integrieren. Die Ausländer in Augen von Polen. / Vortrag und Diskussion

Gespräch mit NN, Sozialpsychologe bei der Hochschule Warsaw School of Social Sciences and Humanities, SWPS oder Vertreter einer NGO, die sich in dieser Thematik spezialisiert. Präsentation einer Initiative, die das Bewusstsein der Gesellschaft durch das Verbreiten des Wissens und Abbauen der Stereotypen über Flüchtlinge in Polen und Europa erweitert.

Optional: Syrische Familien in Polen 
Gespräch mit NGOs und Institutionen, die den christlichen Flüchtlingen helfen  

Anschließend freie Zeit zur Verfügung

 

3. Tag

Gemeinsames Frühstück im Hotel

Vormittag:                        Ich bin Syrer. Ich bin Pole. / Treffen und Gespräch

                                            Gespräch mit einem Arzt bzw. Ärztin, die in Warschau seit langen lebt. Im Gespräch erfahren wir, wie er/sie in Warschau seine/ihre zweite neue Heimat entdeckt hat und wie er/sie mit auch vorkommenden diskriminierenden Äußerungen umgeht.

Mittagspause

Nachmittag: Polnische Wirtschaft. Ukrainer. Demografie. Braucht Polen eine Gastarbeiterpolitik? / Treffen und Diskussion
Gespräch mit dem Vertreter des Bündnisses der Ukrainer in Polen (tbc) und Vertreter des Bündnisses der Arbeitgeber der Republik Polen (tbc)
Braucht polnische Wirtschaft und Gesellschaft Gastarbeiter, um weitere Entwicklung des Landes zu gewährleisten? Könnten die Migranten aus dem Osten die demografischen Probleme Polens lösen? Wie fühlen sich die Migranten als Zuwanderer in heutigem Polen? Die Gesprächspartner erläutern die aktuelle Situation der Migranten im Kontext der Wirtschaft und Gesellschaft.  

Kaffeepause anschließend freie Zeit zur Verfügung.

 

4. Tag

Gemeinsames Frühstück im Hotel

Vormittag:                        Über Flüchtlinge, mit Flüchtlingen. Ist Kunst ein Instrument für nachhaltige und gelungene Integration der Migranten in Polen? / Treffen und Diskussion

Gespräch mit Vertretern Kultureinrichtungen, die in dem Bereich Kultur von und für Migranten tätig sind und das Thema Migration zusammen mit Flüchtlingen künstlerisch unter die Lupe nehmen.

Mittagpause

Nachmittag:                     „Kulturen, Räumlichkeiten, unsere Geschichten“. Stadtführung von Migranten geleitet / Stadtführung

Wie kann man durch die Stadträumlichkeit persönliche Geschichten der Migrationserfahrungen erzählen? Was soll man vermeiden, damit diese Spaziergänge keine Stereotype verfestigen? Ein interessanter Spaziergang durch Warschau mit einem multikulturellen Blick und Hintergrund ermöglicht uns die Hauptstadt Polens anders zu erleben, wie eine Stadt mit verschiedenen Kulturen und Mentalitäten zusammenfließt.

Anschließend freie Zeit

 

5. Tag

Gemeinsames Frühstück im Hotel

Vormittag: Die polnische Debatte zur europäischen Flüchtlingskrise. Medienüberblick.
Gespräch mit den Vertretern einer NGO, die Analyseergebnisse der Untersuchung ausgewählter polnischer Presse- und Internetpublikationen zum Thema »Europäische Flüchtlingskrise« präsentieren

Mittagspause

Nachmittag:  Abschlussrunde: Zusammenfassung von der Reise, Feedback und Abschied.

                                             

 

 

 

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