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Marco der Pole
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nach Breslau
Endlich ist es Zeit für gute Nachrichten...
Aller Voraussicht nach werden die polnischen Grenzen bald für Bürger der EU-Länder geöffnet sein. Wir hoffen, dass dies ab 16.06.2020 geschehen wird.
Polen und einigen mitteleuropäischen Länder stehen Ihnen zur Verfügung, das Reisen ist schnell und sicher, die Gesundheitsstandards entsprechen denen der Europäischen Union und werden rigoros eingehalten.
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Ulica Swidnicka (Schweidnitzer Straße)


Wir biegen rechts in die Swidnicka-Straße ab und gelangen nun zum Tadeusz-Kosciuszko-Platz. Dieser entstand nach 1807, d.h. nach dem Abriss der dort stehenden Befestigungsanlagen. Die den Platz umgebenden Wohngebäude entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg in der Zeit des Wiederaufbaus der Stadt 1954 - 56 und bilden das bekannteste Architekturbeispiel des Sozrealismus in Breslau.

 Wir gehen weiter geradeaus und passieren auf der rechten Seite das mächtige Gebäude des Renoma-Kaufhauses bekannt in der Vorkriegszeit unter dem Namen Wertheim - eines der ausgezeichnetsten Beispiele der modernistischen Architektur der Zwischenkriegszeit. Nun durchqueren wir vor uns einen Grünstreifen, der entlang des ehemaligen Stadtgrabens und der äußeren Stadtmauern geht, und kommen auf das Gebiet der historischen Altstadt von Breslau. Das prachtvolle klassizistische Bauwerk zur Linken ist die Breslauer Oper, entworfen vom berühmten Architekten Carl Langhans (u.a. Autor des Brandenburger Tors in Berlin) und umgebaut in den Jahren 1837 - 1841.

 Das nächste Gebäude auf der linken Seite ist sehr geschichtsträchtig. Es handelt sich um das im Jahre 1892 im Art-Nouveau-Stil errichtete Hotel Monopol - zur damaligen Zeit eines der luxuriösesten in Breslau. Den Säulengang mit Balkon über dem Haupteingang des Hotels baute man im Jahre 1937 speziell dafür, dass Adolf Hitler von ihm aus eine Ansprache halten konnte. Im Monopol übernachteten u.a. Pablo Picasso, Marlene Dietrich, Jan Kiepura i andere berühmte Gäste der Stadt Breslau.

 Direkt hinter dem Hotel Monopol befindet sich die Stanislaus-Dorothea-Wenzel-Kirche, eine von zahlreichen großen dreischiffigen gotischen Ziegelsteinkirchen, welche für Breslau charakteristisch sind. Die Kirche wurde von Kaiser Karol IV als Andenken an das Breslauer Treffen des Kaisers mit dem polnischen König Casimier dem Großen gestiftet. Das Gotteshaus wurde den folgenden Märtyrern gewidmet: dem Krakauer Bischof Stanislaus, der deutschen Dorothea und dem tschechischen Wenzel. Die Kirche gehörte zuerst den Augustianern, dann den Franziskanern, diente aber seit dem Jahre 1707 als Pfarrkirche. Im Inneren befinden sich wertvolle Altäre. Der Hauptaltar ist ein Werk von J. Pohl und stammt aus dem Jahre 1720.

 Wir schlendern weiter die Swidnicka-Straße entlang, welche an dieser Stelle schon den Charakter einer Fussgängerzone besitzt, und gehen die Unterführung unter der Kazimierza-Wiekiego-Straße hindurch. Direkt beim Ausgang aus der Unterführung steht auf der rechten Seite eine kleine Skulptur eines schelmenhaft grinsenden Zwerges, welche zum Andenken an die Tätigkeit der berühmten Breslauer Happening-Künstlergruppe "Pomarańczowa Alternatywa" ("die Orangene Alternative") aufgestellt wurde. Am meisten Aufsehen erregte ihre Straßenaktionskunst, organisiert in Breslau in den achtziger Jahren - in der Zeit des zuendegehenden Kommunismus, wie: Der Vorabend der Oktoberrevolution, das Referendum, der Nikolaus, der Tag des Spitzels, die Revolution der Zwerge. Diese Happenings nahmen Bezug auf die damalige polnische Realität und ihre Themen waren meist offizielle politische Ereignisse, politische Sprüche, Feierlichkeiten aus Anlass von Jahrestagen und staatliche Feiertage. Diese Happening-Aktionskunst machte sich über das politische System lustig und zeigte durch Parodie seine Absurdität. Die Swidnicka-Straße gewinnt nun den Charakter eines verlängerten Platzes und einer eleganten Stadtpassage. Die Bebauung auf der linken Straßenseite stammt vom Ende des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Gebäude auf der rechten Seite entstanden in der Zeit des Wiederaufbaus der Stadt nach den Kriegszerstörungen. Wir kommen nun zur südöstlichen Ecke des Markplatzes.


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