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Marco der Pole
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BELARUS

BELARUS

Das Land vor der Wende - Belarus Studienreise

In Belarus vergeht die Zeit langsamer als sonst irgendwo in Europa. Man befand sich abwechselnd unter litauischer, polnischer und russischer Herrschaft. Die breite Masse, besonders die ländliche Bevölkerung, konnte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts keine eigene nationale Identität entwickeln. Erste Versuche in dieser Hinsicht hat die wenig zahlreiche, weißrussische "Intelligenzia" zwar zu Beginn des 20. Jahrhunderts unternommen, doch vernichtete der Kommunismus diese Bestrebungen gründlich und so begann man erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von neuem damit. Die Entdeckungen der KGB-Verbrechen und die Katastrophe in Tschernobyl stellten Erschütterungen dar, die der nationalen Bewegung neue Impulse zu geben vermochten. Der Diktatur des Populisten Lukaschenko gelang es jedoch, ein anachronistisches politisches System aufrechtzuerhalten. Belarus, so scheint es, ist zum Kuba Europas geworden. Welche Chancen haben Belarus und die Belarussen in dieser Situation und wie könnte man ihnen helfen?

Programm:

1. Tag
morgens Ankunft in Warschau und Weiterfahrt mit dem Bus zum Grenzübergang in Koroszczyn - dem größten Grenzübergang zwischen der EU und postsowjetischen Ländern. "Situation an der Grenzen nach der EU-Erweiterung" - Gespräch mit einem Mitarbeiter des Grenzschutzes. Mittagessen.
nachmittags Ankunft in der Grenzstadt Brest. Hotelbezug
abends Abendessen im Hotel. "Was bedeutet Marktwirtschaft in Belarus?" - Gespräch mit Vertretern von Privatunternehmen in der am meisten privatisierten Stadt in Belarus (Brests spezielle wirtschaftliche Zone)

2. Tag
vormittags Besichtigung der berühmten Festung von Brest - wo im Jahre 1918 der Frieden zwischen Deutschland und Sowjetrussland unterschrieben wurde. Die Festung war auch der erste Punkt des deutschen Angriffes gegen die Sowjetunion im Juni 1941.
nachmittags Fahrt zum Beloveshskaya-Urwald-Nationalpark - dem letzten echten Urwald auf dem europäischen Kontinent, wo auch die letzten Wisente zuhause sind. Geführter Spaziergang in dem Urwald und Gespräch mit einem Miterbeiter des Nationalparks über Naturschutz und ökologische Probleme in Belarus
abends Rückfahrt nach Brest. Abendessen im Hotel

3. Tag
vormittags "Das Land zwischen Polen, Russland und Litauen - die Geschichte von Belarus". Weiterfahrt von Brest nach Minsk mit mehreren Haltestellen in Slonim - einem kleinen historischen polnisch-jüdischen Städtchen, Zyrowice - einer der wichtigsten Pilgerstätten in Belarus mit dem einzigem, zu Sowjetzeiten funktionierende Kloster und im Schloss in Mir (unter UNESCO-Schutz)
abends Ankunft in Minsk. Hotelbezug und Abendessen

4. Tag
vormittags Minsk - sozialistische Musterstadt: Stadtrundfahrt u.a. der Platz der Unabhängigkeit mit den Regierungsgebäuden, Heilig-Geist-Kirche, Troizkoje Vorstadt - der einzige nach dem Krieg erhaltene Teil der Stadt
nachmittags Zeit zur freien Verfügung
abends Aufführung in dem berühmten Opern- und Ballet-Theater

5. Tag
vormittags Fahrt nach Chatyn, zur wichtigsten offiziellen Gedenkstätte Belarus, Symbol aller von den Nazis vernichteten belarussichen Dörfer, und nach Kuropaty - Massengrab der 250.000 Opfer des Stalinismus - Symbol des neuen Bewusstseins der Belarussen
nachmittags Denkmal und Museum des Großen Vaterländischen Krieges. Anschließend Freizeit
abends "Nation im Schöpfungsprozess" - Gespräch mit einem belarussischen Intelektuellen
über die Verarbeitung der Stalinzeiten in Belarus und über Chancen für die Entstehung einer bewussten Nation und Zivilgesellschaft

6. Tag
vormittags Das jüdische Minsk: Synagoge, Denkmal für die jüdischen Opfer des Krieges, Israelisches Kulturzentrum, Treffen mit einem Vertreter der jüdischen Gemeinde
nachmittags Treffen mit einem Vertreter der Gesellschaft "Für die Kinder von Tschernobyl" zum Thema: "Gesundheitliche, politische und wirtschaftliche Folgen von Tschernobyl"
abends Treffen mit einem unabhängigen Journalisten zum Thema: "Land vor der Wende? Aktuelle politische Situation in Belarus"

7. Tag
vormittags Fahrt über Lida nach Hrodna - der am meisten westlich orientierten Stadt in Belarus
nachmittags Stadtbesichtigung und Besuch verschiedener unabhängiger Bürgerinitiativen
abends Hotelbezug und Abendessen

8. Tag
vormittags Fahrt über den Grenzübergang Kuznica Białostocka und Białystok nach Warschau
nachmittags Zeit zur freien Verfügung in Warschau

9. Tag
Heimfahrt/-flug aus Warschau

Preis auf Anfrage. Lassen Sie sich von uns schnell, kostenlos und unverbindlich Ihr individuelles Angebot für die Belarus Studienreise erstellen. 

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